Was ein Gerichtstermin, ein Termin im Jugendamt und ein Mediationstermin gemeinsam haben

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Als ich 2017 damit angefangen habe, mich in meiner Begleitung als Coach ganz spezifisch auf Mütter mit toxischen Ex-Partnern zu konzentrieren, waren in meiner Wahrnehmung die Gerichtsverfahren die allergrößte mentale Hürde für „meine“ Mütter. Was ist aber mit einem Mediationstermin?

Klar – vom Stressfaktor her gesehen kommt danach gleich der Termin im Jugendamt; schließlich handelt es sich auch hier um einen offiziellen Termin in einer Behörde, die von außen guckt, ob auch alles rechtens ist, was Ihr da als Eltern mit Eurem Kind macht. 

Als ich mein Court Royal Coachingprogramm entwickelte – zuerst nur 1:1 im Privatcoaching, später dann als Onlinekurs für Selbstlernerinnen – hatte ich dennoch ausschließlich die konkrete Vorbereitung für die Gerichtsverfahren im Hinterkopf. 

Schließlich geht es ja beim Termin im Jugendamt „noch um nichts“. Klar werden hier erste Weichen gestellt, welche Meinung und Haltung der oder die Jugendamts-Mitarbeiterin einnimmt und es kann sich später, wenn es dann doch vor Gericht geht, zu einem nicht unerheblichen dynamischen Faktor entwickeln. 

Trotzdem – finale Entscheidungen trifft immer noch erst das Gericht. 

Richtig verblüfft war ich allerdings, als die eine oder andere meiner Privatkundinnen nach diversen erfolgreichen Gerichtsverhandlungen und nach dem Ablauf unserer gemeinsamen Zeit wieder auf mich zukamen und Extrastunden wünschten, um sich auf eine Mediation mit mir vorzubereiten. 

Ich dachte damals nur: WTF? 

Coachinghilfe vor einer Mediation? 

Wie absurd ist das denn? 

Für mich gehören Mediator*Innen zu den großen Idealisten, die unbedingt helfen wollen, Konflikte mit sanften Mitteln zu schlichten. 

Ganz bestimmt kann sich keine/r vorstellen, dass sich eine Mutter vor ihrer Intervention mental schützen muss. 

Und doch ist es genau so.  

Denn die für eine Mediation so dringlich gebotene professionelle Neutralität ist das, was Mütter mit einem toxischen Ex-Partner so immens stresst. Nichts ist schlimmer als eine zusätzliche Bühne, die dem ehemaligen Peiniger geboten wird – egal in welchem Setting. 

Zumal dieser überhaupt kein Interesse daran hat, den Konflikt friedlich zu beenden. Jedenfalls nicht, wenn er mutmaßlich narzisstisch gestört ist. 

Ich habe das in diesem Blogartikel und in diesem schon einmal vor Jahren ausführlich erläutert. 

 

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Eine Mediation ist an sich von all den Interventionen in hochstrittigen Elternschaftsangelegenheiten dennoch das mildeste Mittel – hier geht es nun wirklich noch um gar nichts. 

Außer die besagte Bühne, die dem Ex geboten wird, um die Mutter seiner Kinder nochmal vor Dritten genüßlich zu triggern und vor anderen zu diffamieren. 

Jetzt empfehle ich ja jeder Mutter, nicht von sich aus eine Mediation zu initiieren, sobald sie weiß, dass sie sehr wahrscheinlich einen Ex mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung an der Backe hat. 

Allerdings ist es Usus am Familiengericht, die Parteien nach der ersten Anhörung erst einmal in eine Mediation zu schicken, sollte die zuvor noch gar nicht erfolgt sein. 

Man wird also dazu verdonnert. 

Und nu? Was kannst du tun? 

Es geht – wie immer, Sweetheart – um deine mentale Haltung. Und in diesem Fall bist du bei mir genau an der richtigen Stelle! 

Du kannst solchen Begegnungen mit außenstehenden, „neutralen“ Dritten entweder zu viel Gewicht in deinem Leben geben und dich über Gebühr stressen lassen – oder du kannst dich auf dich und deine Stärken konzentrieren und daran arbeiten, dass du deinen Wunsch, allen zu gefallen, endlich für immer loslässt.  

Denn darauf läuft es früher oder später hinaus. 

Sich innerlich aufzuregen und zu stressen, wenn es zu einer wichtigen Gerichtsverhandlung geht, ist verständlich und vollkommen normal – es gehört dazu.  

Du kannst dich bestmöglich vorbereiten, damit du ruhig und souverän auftreten kannst (Spoiler Alert: mein Court Royal Programm unterstützt dich hier optimal), vor allem aber durch die Klarheit deiner Argumentationskette, die du dir damit erarbeitest. 

Allein das dient schon der Nervenberuhigung.  

Das ist auch das, was du in deiner Kontrolle hast – den Aufbau deiner Argumentation und das Management deiner Gefühle, die du mit dieser Vorbereitung in den Griff bekommst. 

Ich lade dich ein, dieses Dreieck Familiengericht – Jugendamt – Mediation mental aus einer anderen Perspektive zu betrachten – und nicht auf eine Ebene zu stellen und gleich zu gewichten. 

Du denkst dir jetzt vielleicht: „Wer macht das schon? Natürlich ist das Gericht ganz oben und am wichtigsten!“ 

Aber ich habe zu viele Mütter mittlerweile kennengelernt, die sich vor einer Mediation verrückt machen, so dass ich solche Statements gern hinterfrage. 

Denn dass sie mit dem gemeinen Ex wieder in einem Raum sitzen, ist zwar ein Faktor, aber auch nicht der wesentlichste Stressor. 

Die Hauptgründe liegen tiefer: 

„Sieht denn keiner, wie gemein dieser Mensch ist?“ 

„Schauen Sie mal, was dieser Mann mir angetan hat!“ 

„Ist das nicht ungeheuerlich, was dieser Mann dem Kind eintrichtert?“ 

„Ich möchte so gern, dass das aufhört – sprechen Sie doch mal bitte ein Machtwort, auf mich hört er ja nicht.“ 

„Hey – ICH bin hier die Gute!“ und last but not least: 

„Hab mich lieb, bitte! Ich brauch jetzt jemanden, der mich in den Arm nimmt.“ 

 

Alle Mütter gehen unisono mit dieser Haltung zu offiziellen Terminen – sei es zu einer Mediation, zum Jugendamt oder zum Gericht. 

Dir wird jetzt sicherlich klar, warum sie dann vollkommen ernüchtert aus solchen Sessions wieder herauskommen. 

Nichts von dem, was sie eigentlich wollen – Liebe und Anerkennung – werden sie dort bekommen. 

Wenn man es so liest, wird es gleich klar, oder? 

Es ist ausschließlich deine Erwartungshaltung, die diese offiziellen Termine zum Spießrutenlauf macht. 

 

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Darf ich dich auf eine andere Erwartungshaltung einladen, Sweetheart? 

Nein, nicht das, was du denkst – dass du dir diese Sitzungen zum Beispiel schönredest. 

Sondern, dass du die Reihenfolge gewichtest: 

 Am wichtigsten: Familiengerichtsverfahren 

Wichtig: Jugendamtstermin 

Optional und weniger wichtig: Mediation 

 

Wie wäre es, wenn du Mediations- und Jugendamtstermine eher als eine Art Trainingsoption für die wichtigere Gerichtsverhandlung betrachtest? 

Du schaust zum Beispiel, wie flüssig und überzeugt du deine Argumentationskette aus dem Court Royal Programm vorbringst und übst das mit echten Probanden, bevor es um die Wurst geht. 

Allein diese Haltung wird dich wesentlich ruhiger in diese Termine gehen lassen. 

Dann bleibt nur noch ein Trigger übrig:  

Die pure Anwesenheit des Mannes im gleichen Raum. 

Und auch das wirst du lernen zu versachlichen, denn er kann dir nichts mehr tun.  

Lass ihn doch auf die Bühne steigen und sich echauffieren. 

Sein Zirkus, seine Affen. 

Was hat das schon mit dir zu tun? Nur weil er deinen Namen nennt? Es hat nichts mit dir zu tun – ein Narzisst projiziert, wo er geht und steht. 

Also lös dich bitte von dem Gedanken, dass es um dich persönlich geht. 

Es sei denn, du ziehst dir den Schuh an – aber das ist dann deine eigene Entscheidung, Sweetheart. 

Ich zeige dir hier auf Midlife-Boom, wie du das mittel- bis langfristig abstellen kannst, dass du dich ständig angesprochen fühlst, wenn dein Ex herumtobt und dabei immer deinen Namen ruft. 

À la: Stell dir vor, dein toxischer Ex ruft – und du gehst nicht hin…  

Dein Ex kann dich mal. Punkt. 

 

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