30. Mai 2017

12 Wahrheiten über Narzissten, die ich gern vor 20 Jahren schon gewusst hätte

Wahrheit über Narzissten

Am 1. Juni 2017 wird zum ersten Mal in einer weltweiten Aktion auf den narzisstischen Missbrauch aufmerksam gemacht („World Narcisstic Abuse Awareness Day„). Da narzisstische Ex-Partner und Väter auch auf meinem Blog immer mal wieder Thema sind und ich schon viele Geschichten von meinen Kundinnen mitbekommen habe, beteilige ich mich gern an dieser Aktion, zu welcher in Deutschland zuerst Mauro Buttler von Narzissmus-Bindungsangst aufgerufen hat, und stelle hier eine erste Liste vor.

Sie ist sicherlich nicht vollständig, und es dürfte noch ungefähr 1000 andere Aspekte geben, die ich hier vernachlässige. Ich konzentriere mich hier auf 12, die meiner Meinung nach wesentlich für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung sind.

Der Einfachheit halber rede ich hier von narzisstischen Männern. Selbstverständlich gilt das gleiche auch für weibliche Narzissten!

1) Anziehungskraft des Gegenpols

Narzisstisch gestörte Männer fliegen auf empathische Frauen wie Motten ans Licht. Sie begreifen unbewusst, dass ein empathischer Mensch all das verinnerlicht, was ihnen fehlt. Die Empathin, die unbewusst wahrnimmt, dass sie eine zutiefst verletzte Kinderseele vor sich hat, freut sich, dass sie helfen und heilen darf. Damit nimmt das Drama seinen Lauf: Denn der Kranke will eigentlich nicht geheilt werden und die Empathin kann gar nicht heilen. Und zack – steckt man drin in der Co-Abhängigkeit!

2) Beziehungs-Kickoff

Es beginnt immer mit einer Love-Bombing-Phase. So überwältigend wurdest du noch nie verführt und in den Himmel gehoben! Ganz schön ungewohnt, so ein hoher Podest, auf den er dich gestellt hat, was?

Mach dir keine Sorgen – er holt dich selbst schon wieder runter und wird dir dafür interessanterweise Vorwürfe machen. Du musst gar nichts tun, sondern einfach abwarten.

3) Seine Familie und Freunde

Die Menschen in seinem Umfeld und seiner Familie sind oft passiv aggressiv. Also sagen Sätze, die, neutral betrachtet, sich vollkommen normal anhören aber hundsgemein sind. Du fühlst dich nach dem geselligen Beisammensein mit der Familie oder mit den Freunden miserabel, kannst aber nicht den Finger drauflegen und die Rohheit spezifizieren.

4) Reden kann er!

Der Narzisst hat durchaus einen respektablen Job und ist ein überzeugender Redner. Ein charmanter und gebildeter Mann, der Leute für sich einnehmen kann. Achtung – sehr gefährlich! Solltest du jemals mit ihm vor Gericht gehen müssen, wirst du das Nachsehen haben, denn seine Überzeugungskraft ist seine stärkste Waffe gegen seine Gegner.

5) Streit: Jippieh!

Streitigkeiten werden von seiner Seite enorm aufgeblasen. Du bist nach kurzer Zeit vollkommen verwirrt, warum dein Gegenüber so dermaßen austickt. Das war es doch gar nicht wert? Oder liegt es doch an dir selbst? Vorsicht – jetzt schnappt die Falle zu! Nicht mehr lange, und du trittst nur noch auf Zehenspitzen auf, um ihn nicht zu provozieren. Du hast einfach keine Kraft und Energie mehr für diese wahnsinnig machenden Diskussionen. Das Problem: Du kannst noch so leise sein und etwas ganz Unverfängliches sagen – es wird falsch sein. Also kannst du dich theoretisch gleich entspannen, da es egal ist und du sowieso keinen Streit verhindern kannst.

Das ist übrigens auch das Perfide in einer Beziehung mit einem Narzissten: Sie brauchen und saugen deine Energie auf, die du für die Diskussionen aufwendest. Deshalb werden die Abstände zwischen den Streitereien mit der Zeit immer kürzer. Du befindest dich in einer konstanten Anspannung, was der Tag heute noch bringen und wie die Woche enden wird.

6) Die narzisstische Projektion

Narzissten projizieren ihre Grundhaltung, ihr Denken und ihre Gefühle auf ihr Gegenüber. Da ihre Grundhaltung, ihr Denken und ihre Gefühle erfüllt sind mit Neid, Hass, Ablehnung und Negativität, vermitteln sie dir mit der Zeit den Eindruck, als ob du eine Mischung aus Medusa, dem Teufel und Dracula wärst. Lass dich nicht verunsichern – nicht du bist das, sondern sie!

7) Silent Treatment

Narzissten beherrschen das „Silent Treatment“ perfekt. Ihr habt Streit, eine Meinungsverschiedenheit, oder du stellst eine berechtigte Forderung? Da gibt es zur Strafe die absolute Funkstille. Mehrere Stunden oder sogar Tage. Das hast du jetzt davon! Irgendwann wirst du schon mürbe, dich entschuldigen und alles tun, damit er wieder gut ist mit dir.

8) Platz- und Themenhirsch

Nur der Narzisst bestimmt, welche Themen wichtig sind: hauptsächlich seine! Wenn du Sorgen hast oder etwas besprechen möchtest, werden sie schnell vom Tisch gefegt. Auch beim geselligen Zusammensein mit Freunden darf es nicht um dich gehen. Das ist für ihn einfach unerträglich, er wird dein Thema lächerlich machen und dich vorführen. Beschwerst du dich, wird er einen Streit vom Zaun brechen und dir die Schuld dafür geben. Willkommen im Wahnsinn!

9) Lügen und Enttäuschen

Sie lügen so lange, bis sie es selbst glauben. Umso überzeugender sind sie dann auch (siehe oben unter Punkt 4). Dazu kommt außerdem: Alles, was du ihnen anvertraust, wird eines Tages gegen dich verwendet werden. Garantiert.

10) Liebt er eine Andere?

Deinen Rückfragen bezüglich seiner Gefühle für die Ex weicht er aus. Er will dich im Ungewissen lassen. Du sollst ständig um ihn kämpfen, dich mehr anstrengen für die Beziehung. Wundere dich also nicht, wenn du irrationale Gefühle von Eifersucht spürst, die du an dir gar nicht kennst. Du darfst dir niemals seiner sicher sein.

Es wird nie eine tiefe Innigkeit und Nähe, geschweige denn Loyalität zwischen Euch geben.

11) Wie der Narzisst über dich denkt

Narzissten sprechen schlecht hinter deinem Rücken über dich. Sie kreieren prophylaktsich ein schlechtes Bild von dir, damit sie sich später als Opfer präsentieren können, wenn du selbst mal verständlicherweise ausrasten solltest. Merke: Sie sind immer das Opfer. Immer.

12) Triangulation

Narzissten lieben Beziehungsmanipulation über Ecken. Vorsicht bei Äußerungen à la „Meine Mutter hat mir gestern im Vertrauen gesagt, deine neue Bluse steht dir überhaupt nicht und macht dich dick. Ganz schön gemein, oder?“ Vorsicht! Während du dich bestürzt in Gedanken mit der bösen Mutter auseinandersetzt, kann er sich zurücklehnen. Sehr wahrscheinlich erzählt er seiner Mutter auch etwas, was du ihm im Vertrauen über sie gesagt hast.

Er spielt Euch gegeneinander aus und bleibt dabei unbemerkt der Strippenzieher Eurer Gefühle.

Ersetze das Wort „Mutter“ mit „Nachbarin“ oder „deine Freundin“ oder „dein Bruder“ und gehe davon aus, dass er das mit jedem macht.

 

So, das waren die 12 meiner Meinung nach wesentlichen Punkte. Fällt dir noch etwas ein?

 

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