10 Optionen für eine mutige Mutter, wie sie auf die nächste Gemeinheit ihres Ex reagieren kann

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Na, Sweetheart, wie lang ist deine Trennung von deinem toxischen Ex und Vater deines Kindes jetzt her?

Erst drei Monate? Oder ein Jahr? Fünf Jahre – oder gar schon zehn, und dein Kind ist bereits (fast) erwachsen?

Je nachdem, wo du gerade auf deiner Reise in der Elternschaft mit einem toxischen Kindsvater stehst, hast du entsprechende Erfahrungen mit ihm und seinen gemeinen Aktionen gemacht. 

Und du hast dich erlebt – in der gesamten negativen Gefühlsvielfalt, die das Leben so für eine Mutter bereithält.

Du bist sehr wahrscheinlich bereits perfekt auf ihn und seine Mätzchen konditioniert und hast gelernt, auf jede Gemeinheit zu reagieren.

Du bekommst Bauchweh und ein verdammt ungutes Gefühl, sobald alle Jahre wieder im Januar die Diskussion um die Ferienverteilung ansteht.

Du ahnst Übles, wenn du Informationen zum Kind mitteilen sollst, die er als Sorgeberechtigter wissen muss.

Du erinnerst dich an all die miesen Geschichten, die er schon mit dir und dem Kind in der Vergangenheit angestellt hat, und wie du teilweise in deiner Reaktion darauf – in deinen Augen – vollkommen versagt hast.

Oh, wie gut ich das alles selbst kenne! 😔

Ich darf dir aus eigener Erfahrung versichern, dass toxische Männer einen selbst nach 10 Jahren nach der Trennung immer noch überraschen können.

Man denkt, es ist nach den ersten großen Wogen endlich für längere Zeit – zum Beispiel ein, zwei Jährchen – mal Ruhe im Karton und Zack! kommt unversehens der nächste Hammer, der im Inneren für ordentlich Aufruhr sorgt.

Was fällt dem ein?

Wie kann er das dem Kind nur antun?

Wieso kann er das einfach bestimmen, und ich soll jetzt schön lieb und artig sein, um die Situation nicht eskalieren zu lassen?

Sehr wahrscheinlich überlegst du, welche rechtlichen Geschütze du jetzt auffahren könntest.

Mal davon abgesehen, dass es bestimmt toxische Männer gibt, die sehr oft lediglich mit einer überbordernden Arroganz ihre Grenzen verschieben und es nicht wirklich riskieren wollen, vor Gericht zu gehen, und es gut möglich ist, dass ihr Ansinnen so lächerlich ist, dass du vor jedem Gericht Recht zugesprochen bekommen würdest, so musst du dir ständig die Frage stellen:

Ist es das wert?

Wie viel Energie möchte ich dem schenken?

Ganz sicher, Sweetheart: Je weniger Energie du dem toxischen Ex lieferst, umso besser für dich und damit für euer Kind.

Ja, ich weiß, das ist leichter geschrieben als getan, aber das sollte dein Leitsatz sein in allem, was du tust, wenn du auf eine neue Vorlage von ihm reagieren musst.

Also: Was sind deine Möglichkeiten, wie du auf die neueste Missetat reagieren kannst?

 

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Lass mich mal die Optionen der Reihe nach mit dir durchgehen

1. Du schreibst einen aufgeregten Post in der Facebook-Gruppe

Am besten noch mit einem Screenshot seiner unfassbaren Nachricht, und holst dir die Bestätigung von Hunderten von Müttern, dass das ja wohl der Hammer sei, der Typ einen Knall hat, dass das ja so gar nicht ginge und du aber sowas von im Recht bist.

Du hast dir damit zwar dann die Gewissheit abgeholt, dass du nicht die Böse bist – aber das weißt du doch schon vorher, oder?

Das Schlimme bei dieser Option: Du verstärkst damit die negative Energie um ein Vielfaches.

Es ist, als ob du den gezündeten Knallfrosch deines Ex in eine energetische Atombombe umwandelst.

Der Knallfrosch liegt im Moment nur zu deinen Füßen, aber dein Post in der Facebook-Gruppe verteilt sich wie eine Druckwelle in mehreren Tausend (!) Haushalten von Müttern mit einem toxischen Ex, je nachdem, wie groß die Gruppe ist. Denn bedenke: Es wird unzählige Mütter geben, die den Post lesen und nicht kommentieren werden.

Aber alle, die ihn sehen, werden getriggert und daran erinnert, was bei ihnen beim letzten Mal passiert ist.

Und diese Erinnerungen lösen negative Gefühle aus, die die Ausstrahlung jeder einzelnen Frau beeinträchtigen werden.

Lass uns mal jetzt besser nicht darüber fantasieren, wie die Frauen das ihrerseits dann weitererzählen könnten. In der Büroküche zum Beispiel. „Weißt du, was ich heute gelesen habe? Bei einer Mutter hat der Ex… tuschel tuschel.“

Ich finde daher den Vergleich mit einer energetischen Druckwelle, die eine Atombombe auslöst, durchaus logisch.

Wohlgemerkt: Eine Druckwelle, die du auslösen würdest, und nicht dein Ex mit dem Knallfrosch.

„Aber Heidi,“ wirst du jetzt denken, „wie kann ich mir denn sonst Hilfe holen? Darf ich denn niemandem mehr etwas erzählen, um zu eruieren, wie ich darauf reagieren soll?“

Klar sollst du aus deinem Herzen keine Mördergrube machen! Aber auf diesem Weg holst du dir nicht die ersehnte Klarheit, wie du jetzt brauchst

Ganz im Gegenteil: ein solcher Post lässt dich eher in Hilflosigkeit und Verwirrung zurück, denn du wirst die unterschiedlichsten Ratschläge bekommen, und wenn du da mental noch nicht stehst, was jetzt das Beste für dein Kind wäre, wirst du genauso schlau wie vorher sein.

Die größte Erleichterung, die ein solcher Post verschafft, ist das Wissen, dass man nicht allein ist.

OK, das weißt du hiermit auch von mir:

Du bist definitiv nicht allein mit dieser Herausforderung, die Elternschaft mit einem toxischen Ex stemmen zu müssen!

Also spar dir das besser.

Welche anderen Optionen hast du noch?

Ach ja:

2) Du rufst deine Mutter an und erzählst ihr aufgeregt, was der Ex wieder gemacht oder gefordert hat.

Hier gilt das gleiche, allerdings ein Grad milder als die vorherige Option. Die Energiewelle schwappt zu deiner Mutter rüber.

Jetzt gibt es zwei Varianten, je nachdem, wie deine Mutter so drauf ist:

Wenn deine Mutter eine liebe, empathische Person ist, ist jetzt auch ihr Tag voller Kummer und Sorge um dich und ihr Enkelkind.

Ist deine Mutter dagegen der Ursprung allen Übels, dann bekommst du noch on top einen drauf: „Ich habe dir doch gesagt, dass der Mann eine Niete ist – aber du wolltest damals ja nicht hören!“

Oder: „Du bist selbst schuld – warum verlangst du auch so viel Unterhalt? Der hat doch nix! Kein Wunder, dass der jetzt um sich schlägt. Und außerdem: Du bist auch kein Unschuldsengel.“

Beide Varianten – sowohl bei der lieben als auch bei der giftigen eigenen Mutter – sorgen nicht dafür, dass es dir besser geht und du eine Erleichterung verspürst.

 

3) Du sprichst mit deiner besten Freundin

Da würde zumindest schon mal eine stichelnde Antwort wegfallen, denn du umgibst dich ja nicht mit toxischen, unempathischen Menschen, oder?

Allerdings – sofern deine Freundin keine Anwältin oder eine auf Narzissmus spezialisierte Therapeutin ist – lässt du auch sie in Hilflosigkeit zurück, denn außer einem Ohr kann sie dir wenig dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Es sei denn, sie erinnert dich liebevoll an deine Werte und daran, welche guten Entscheidungen du früher immer getroffen hast, wenn du dich daran orientiert hast.

Sehr viel wahrscheinlicher ist es hingegen, dass sie dir deine eigene Wut auf den Ex spiegelt (damit die negative Energie unwissentlich potenziert) und mit gut gemeinten Ideen einer außenstehenden Person daherkommt, die dem gesunden Menschenverstand entspringen (wogegen nichts zu sagen ist), was dir bei einem narzisstischen Psychopathen aber null und nada weiterhelfen wird.

 

4) Du sprichst mit deiner Anwältin

Diese Idee finde ich prinzipiell gut. Du musst ja nicht gleich in die Vollen gehen und ein Anwaltsschreiben raushauen lassen, nur weil dein Ex den Urlaub eigenmächtig plant ohne auch nur ein Fitzelchen deiner Wünsche dabei zu berücksichtigen.

Aber es beruhigt ungemein, die Eckpfeiler deiner rechtlichen Möglichkeiten zu kennen.

Und das lässt sich nun mal nicht ergoogeln! Da brauchst du die Expertise einer Fachfrau bzw. eines Fachmanns.

 

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5) Du sprichst mit deinem Therapeuten oder Coach über die Sache

Sehr gute Idee, Sweetheart! Das dürfte deine Emotionen schnell wieder in die Balance bringen.

Die Schwierigkeit dabei ist, schnell einen Termin zu finden, vorausgesetzt, du hast einen Therapeuten oder Coach bereits zur Begleitung engagiert.

 

6) Du bist im Club der mutigen Mütter und fragst dort nach, was du tun kannst

„Aber Heidi“, magst du jetzt verwundert denken, „ist das nicht das Gleiche wie bei Punkt 1?“

Nein.

Im Club hast du gelernt, wie du einen solchen Post aufsetzt. Du schreibst sachlich, knapp und fasst die wesentlichen Punkte zusammen, ohne den negativen Emotionen Raum und Boden zu geben.

Somit können die anderen Mütter entsprechend sachlich mit ihrem Wissen zu einer hilfreichen Entscheidung beitragen.

Wenn du ein aktives Mitglied bist, dann wurdest du auch bestimmt bereits in einem der monatlichen Coaching Calls von mir gecoacht. Die Mütter kennen dich also, wissen, wie du tickst und in welcher Situation du gerade bist.

Und du bekommst dementsprechende Kommentare.

Zumal ich dann auch meinen Senf dazugeben kann, um dir bei deiner Orientierung im Chaos zu helfen.

 

7) Du machst die Soul-Dumping Übung

Sobald du den Inhalt der giftigen Mail, die Drohung, die Erpressung und das Unsägliche von deinem Ex begriffen hast und du ahnst, dass das jetzt ins unendliche Gedankenkarussell geht, setzt du dich hin, schnappst dir irgendein Notizbuch, stellst den Timer auf 20 Minuten und schreibst einfach drauf los.

Ohne Punkt und Komma.

Alle Gedanken raus aus der Seele aufs Papier.

Zum Niemals-Wiederlesen.

Klingelt der Wecker, Stift weg, Buch zu, Affe tot.

Geh dann an dem Tag zeitig ins Bett mit einem guten Affirmations-Audio und lass dich berieseln.

Spoiler Alert: Ein solches Audio gibt es im Club. Just saying. 😎

Der Schlaf stoppt das negative Momentum.

Stell den Wecker trotzdem so zeitig, damit du dir noch im Bett eine Morgen-Affirmation anhören kannst, damit du mit einem guten Gefühl und positiver Energie in den Tag gehst.

Noch einen Spoiler: Auch ein solches Audio gibt es im Club der mutigen Mütter.

 

8) Du schreibst eine ruhige, sachliche Antwort an den Ex mit deiner Entscheidung

Ohne Emotionen. Ohne Rechtfertigung.

Einfach deine Position, ruhig und klar. Im besten Sinne des Kindes.

 

9) Du lässt los

Du hast jetzt alles getan, was in deiner Macht steht. Was er tut, liegt nicht in deiner Hand.

Übrigens ist es vollkommen egal, wie du dich entscheidest: Ob du zu allem Ja und Amen sagst oder ein klares Stoppschild hochhältst: Er wird eh das tun, was er tun will.

Stell dich auch ruhig auf weitere Überraschungen ein. Selbst ein Einlenken seinerseits heißt noch lange nicht, dass es dann auch tatsächlich so ablaufen wird wie vereinbart.

So isset halt.

 

10) Du lässt dich von uns allen herzen und drücken

Denn du bist eine mutige Frau und Mutter. Die beste übrigens, die dein Kind nur haben kann!

Das darfst du dir selbst auch immer wieder klarmachen.

 

Falls du noch nicht Mitglied im Club der mutigen Mütter bist, dann solltest du es dir wirklich überlegen. Hier kannst du dich auf die unverbindliche Vormerkliste setzen, du bekommst dann rechtzeitig alle Infos, sobald ich ihn wieder für Neuanmeldungen öffne.

 

 

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