Welcher Kampf weise ist

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Mütter fragen mich immer wieder, woher sie wissen, welcher Kampf weise sei. Denn früher oder später hören und lesen sie es – wenn nicht bei mir, dann bei anderen:

Choose your battles wisely.

Auf Deutsch: Wähle deine Kämpfe weise.

Leichter gesagt als getan – wenn man denn nur einen Kampf auszufechten hätte!

 

Eine Mutter mit einem toxisch-narzisstischen Ex-Partner auf der anderen Seite der Elternbeziehung sieht sich dagegen einer Fülle von Kämpfen ausgesetzt.

 

Ein Kampf nach dem anderen, die der Ex mit mehreren Gerichtsanträgen anzettelt, und auf die sie reagieren muss.

Der Kampf beim Jugendamt, wenn es um eine außergerichtliche Regelung geht, und bei der die bestmögliche Lösung fürs Kind gefunden werden soll.

Der Kampf bei der Mediation, wenn um jede Stunde oder einzelne Ferienumgangstage gezackert wird.

Der Kampf um den Unterhalt.

Der Kampf um den gemeinsamen Besitz, falls während der Ehe Wohneigentum oder wertvolle Güter – auch für die Altersvorsorge – angeschafft wurde.

Der Kampf um den besseren Erziehungsstil.

Der Kampf um den körperlichen Schutz des Kindes.

Der Kampf um den seelischen Schutz des Kindes.

Bei so vielen Kämpfen verliert man leicht den Überblick und verzettelt sich schnell.

Jeder Kampf kostet allerdings Energie. Und jeder Kampf vor Gericht kostet dazu viel Geld.

Der Energieaspekt ist in solchen Fällen nicht zu unterschätzen.

Und genau darauf möchte ich deinen Fokus lenken.

Gut möglich, dass dein toxischer Ex eine perfide Strategie fährt, um dich mürbe zu machen, bis du nicht mehr kannst.

Es kann dann passieren, dass er dir mit der Zeit immer mächtiger vorkommt, je öfter er dich vors Gericht zitieren kann oder eine Drohkulisse aufbaut, die besonders stark wirkt, weil dich die letzten Verfahren bereits traumatisiert haben.

 

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Das Gegenteil von Kämpfen ist Loslassen

Und auch das ist leichter gesagt als getan. Loslassen selbst ist für manche Mütter ein zu abstrakter Begriff, vor allem wenn sie gerade mitten im gedanklichen Chaos um die Missetaten ihres toxischen Ex-Partners stehen.

Da muss doch etwas dagegen getan werden!

Das darf doch keiner zulassen!

Das ist doch himmelschreiend ungerecht, dass er so etwas behaupten oder tun darf!

Der Mann betrügt und belügt jeden – nicht nur mich, sondern auch die Gesellschaft! Ein Verbrecher, der eigentlich hinter Gitter gehört! Sieht das denn keiner?

Ganz schlimm wird es, wenn der Ex ein Promi ist, der eine große Fangemeinschaft hat. Oder ein einflussreicher Politiker.

Da wird es schwierig, sich nicht in einem negativen Glaubensmodell wiederzufinden, was ich in diesem Blogartikel schon einmal detailliert beschrieben habe.

Aber es ist definitiv möglich, da wieder herauszufinden! Klar steht Arbeit dahinter, und damit du dich nicht verzettelst auf deinem Weg in die Klarheit, hast du ja mich…!

Glaubenssätze zu hinterfragen, zu verändern oder ganz zu ersetzen ist genau mein Ding, was sich wie ein roter Faden durch meine Angebote für dich zieht.

Aber lass mich an dieser Stelle noch einmal auf die Kernfrage zurückkommen:

 

Welcher Kampf ist denn nun weise, wenn die zur Verfügung stehende Energie nur noch begrenzt da zu sein scheint?

Hier hilft dir der Blick auf dein Kind.

1) Wie alt ist dein Kind?

Je kleiner, umso schützenswerter, weil drakonische Zeitaufteilungen zwischen den Eltern massive Langfristauswirkungen auf die spätere Bindungsfähigkeit haben.

2) Was traust du ihm zu?

Packt es eine Stunde Umgang? Eine Übernachtung? Ein Wochenende? 3 Wochen Ferien?

3) Wie ist die Beziehung zwischen dem Kind und dem Ex?

Kriegt es die Krise, wenn es zum Papa soll? Oder liebt es die gemeinsame Zeit mit ihm?

4) Was will es selbst?

Möchte es gern selbst mehr Zeit beim Papa verbringen und sagt es immer wieder? Möchte es gar selbst beim KV leben?

Es macht einen großen Unterschied, ob ein Fünfjähriges einen Wechselmodell-Spruch nachplappert, den der Kindsvater eingetrichtert hat oder eine Dreizehnjährige meint, sie wolle beim Vater im Haus bleiben.

Ja, auch die Dreizehnjährige kann zu dieser Haltung hin manipuliert worden sein, aber sie kann auf jeden Fall die Konsequenzen ihres Handelns besser verarbeiten. Lass sie besser ziehen – auch wenn es weh tut.

Wenn du eine Regel zur Orientierung an der Hand haben willst, dann diese:

Sobald Gefahr in Verzug für dein Kind besteht, musst du handeln und kämpfen.

Manipulation allein gehört nicht dazu. Jeder Narzisst manipuliert, aber das machen auch noch andere Personen im Leben deines Kindes.

Klar machen wir uns Sorgen, wenn der Ex dem Kleinkind erzählt, dass die Mama böse ist! Aber verhindern können wir das kaum.

Sofern du in deiner Klarheit bist, kannst du deinem Kind immer einen Gegenpol zur Manipulation anbieten – zwar nicht, indem du die gleiche Waffe zückst und dagegenhältst. Sondern einzig dadurch, weil deine Haltung eine andere Interpretation gar nicht zulässt.

Daher macht zum Beispiel ein Kampf um generellen Umgang – sei es auch nur ein Nachmittag unter der Woche – aus Angst vor Manipulation des Kleinkindes durch den Kindsvater keinen Sinn.

Auch ein Wechselmodell für Unter-6-Jährige ist unbedingt zu verhindern, wenn du bislang die Hauptbezugsperson gewesen bist.

Auch, wenn du weißt, dass er Alkoholiker ist oder das kleine Kind in seiner Umgangszeit stark vernachlässigt und nicht beaufsichtigt, ist das eine ganz klare Sache, gegen die du stark antreten musst.

Selbstverständlich auch, wenn er es wiederholt versäumt, für das Kind wichtige Medikamente zu verabreichen oder er seine Impulskontrolle nicht im Griff hat, und es bereits zu körperlichen Übergriffen dem Kind gegenüber gekommen ist.

Ich glaube, das ist klar, oder?

 

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Was aber tun mit deinem Schrei nach Gerechtigkeit?

Was, wenn ich dir sage, dass du nicht die Rolle der für Gerechtigkeit sorgenden Bürgerin innehast, sondern in erster Linie die der Mutter deines Kindes? Die in ihrer Kraft und Zuversicht stehen muss, damit sie dem Kind mentalen Halt und Orientierung geben kann?

Vielleicht bist du ja eine Frau, die gegen vermeintliche Windmühlen kämpfen und langfristig tatsächlich viel bewirken kann – zum Nutzen der Gesellschaft und all den anderen Müttern, die nach dir kommen.

Können wir uns nur bitte darauf einigen, dass du das dann machst, sobald du selbst stabil dastehst, dein Kind und die Verfahren aus dem Gröbsten raus sind und du genügend Kraft in dir angesammelt hast, um souverän und smart vorgehen zu können?

Es gibt bestimmt bereits Frauen, die da schon stehen und so vorgehen. Lass ihnen jetzt erst einmal den Vortritt. Und später kommst du dann dazu, und trägst deinen Teil dazu bei.

Abgemacht?

 

Mach dir bitte klar, dass du bei allen Kämpfen in der Währung „Energie“ bezahlst.

Wieviel hast du davon noch im Säckel? Hast du bereits neue Energiequellen für dich aufgetan, damit du jetzt einen neuen Kampf ausfechten kannst?

Du hast bestimmt mitbekommen, dass ich mit Court Royal einen Onlinekurs entwickelt habe, mit dem du dich selbstständig auf Gerichtsverfahren beim Familiengericht vorbereiten kannst.

Und doch: Nutze dieses Wissen, um dich auf die wirklich wichtigen Kämpfe zu konzentrieren:

Die zum Schutz deines Kindes und dem Schutz eurer Beziehung und Bindung zueinander.

Alles andere lass los, damit du dich auf dich konzentrieren kannst und auf deine starke Zukunft, die du sonst aus den Augen verlierst, wenn du zu sehr von ihm und seinen Spirenzchen abgelenkt wirst.

Wie siehst du das? Kommentiere doch bitte unter diesem Artikel, welche Kämpfe du ausgefochten und welche du sein lassen konntest. Du hilfst damit den anderen Müttern enorm weiter. Danke schön!

 

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