Leidet dein toxischer Ex auch unter Email-Durchfall?

Jun 19, 2020 | 5 Kommentare

Sweetheart, das ist echt ernst jetzt! Dein Ex ist wirklich sehr, sehr krank! Email-Durchfall (korrekter Begriff: Email-Diarrhoe) ist ein bislang verkanntes Leiden, aber immer mehr Männer mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung scheinen davon betroffen zu sein. Die ersten Zahlen deuten auf ein beunruhigendes Wachstum dieser Seuche hin, und die Vermutung liegt nahe, dass die Dunkelziffer der nicht bekannten Fälle noch weitaus höher liegt.

In diesem Artikel möchte ich über diese Krankheit informieren und dir Tipps geben, wie du als Außenstehende am besten damit umgehen kannst.

 

Was ist Email-Diarrhoe und wie äußert sie sich?

Der Email-Durchfall fängt im Kopf an und äußert sich durch hektisches, unkontrolliertes Zucken der äußeren Arm-Extremitäten über Computertastaturen. Das Kleinhirn des narzisstischen Mannes befiehlt ihm, immer weiter zu schreiben. Er kann einfach nicht aufhören!

Die Qual, zwanghaft fremdgesteuert zu sein, muss für den kranken Mann schier unerträglich sein. Wir können uns das nicht einmal ansatzweise vorstellen!

Die emotionale Verstopfung – oft jahrelang gepflegt und gehegt – muss sich Bahn brechen und entlädt sich mit dem Email-Durchfall in einen unkontrollierten, übelst riechenden Schwall an Wörtern und nicht enden wollenden Sätzen, dem verschwenderischen Gebrauch an Ausrufungszeichen und vielen, vielen GROSSBUCHSTABEN!!!

Heraus kommen zwei, drei oder noch mehr Meter-Emails am Tag, die in dem Postfach der erstaunten Kindsmutter landen.

Die steht vor einem interessanten Problem:

Wohin mit den schriftlichen Exkrementen? Und wie kann man zum einen Anteilnahme für diese fürchterliche Krankheit zeigen und zum anderen vielleicht sogar zur Heilung beitragen?

Fangen wir doch mal an, das näher aufzudröseln.

 

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Wohin mit dem schriftlichen Durchfall des toxischen Ex-Partners?

Ganz klar: Du willst den Scheiß nicht in deiner privaten Email-Inbox sammeln. Du darfst auch leider nicht einfach die Emails ins virtuelle Klo runterspülen, indem du sie löschst.

Nein, du musst schon bereit sein, mit ihm zu kommunizieren und die wesentlichen Dinge, die euer Kind betreffen, aus dem braunen Wust herausfiltern, dazu bist du leider als Mutter vor dem Gesetz verpflichtet.

Igitt.

Mein Vorschlag für dich: Richte seinen emotionalen, verschriftlichten Ausdünstungen ein eigenes, kleines Kämmerlein her. Indem du ein separates Email-Postfach bei einem anderen Provider einrichtest und ihm diese Email-Adresse kundtust.

Deine Antworten kommen zukünftig nur und ausschließlich von dieser neuen Email-Adresse. Am Anfang leitest du seine Emails noch konsequent zum neuen Postfach weiter und antwortest von dort, dann antwortest du gar nicht mehr – bis der Email-Durchfall komplett nur noch dort landet.

Merke: Email-Diarrhoe ist nur halb so schön für den emotional fünfjährigen toxischen Ex-Partner, wenn es keine Reaktion von dir gibt. Er möchte schon gern, dass du dich mit seinem Scheiß beschäftigst – so wie du es früher ja auch immer getan hast.

Das Beibringen der neuen Adresse ist daher nicht wirklich ein großes Problem.

Der Umgang mit dem widerlichen Inhalt schon eher.

Wenn du mir schon eine Weile folgst, dann weißt du, dass deine Gedanken deine Emotionen steuern. Ein Weg, um dem Leben endlich eine glückliche Wendung zu geben, ist es, die Gedanken bewusster wahrzunehmen und aktiv zu verändern.

Ja, das geht! In meinem Club der mutigen Mütter trainieren wir genau das!

Das passiert vor allem über Bilder, die wir uns von der Zukunft machen. Haben wir schönere Bilder unserer Zukunft im Kopf und im Herzen, dann empfinden wir angenehmere Emotionen wie Hoffnung, Zuversicht und auch Mut. Fühlen wir uns hoffnungsvoll, zuversichtlich und mutig, treffen wir andere Entscheidungen als wenn wir ängstlich, entmutigt und ohne Hoffnung sind, weil wir denken, wir können die Situation nicht selbst verändern.

Treffen wir jedoch andere Entscheidungen, verändern wir unser Leben.

Die oberste Maxime ist es also, sich vollkommen auf schönere Bilder zu konzentrieren. Je schlimmer es dir gerade emotional geht, umso wichtiger!

Also nicht der Väterlobby zu folgen. Nicht dem Drama und dem Krieg. Und vor allem nicht irgendwelche Apokalypse-Filme zu schauen!

Achtsamkeit bedeutet hier, deinen Augen wohldosierte, positive Bilder zu präsentieren, damit sich in deinem Kopf darauf aufbauend schöne, positive Bilder entwickeln können, die dein Leben auf Dauer leichter und schöner machen werden.

So funktioniert es.

Eigentlich ganz simpel. Wenn da nur nicht der toxische Ex mit seinem Diarrhoe-Problem wäre!

Der schickt nämlich ganz fürchterliche braune Bilder zu dir. Bäh!

Die Lösung ist hier einfach: Nicht lesen und erst recht nicht antworten. Und sofern du nicht gerade beim Familiengericht das Wohl deines Kindes beschützen musst, dann mach das auch nicht. Echt jetzt.

Sofern es nun aber doch mehrere Personen gibt, die mitreden – wie der Richter oder die Dame im Jugendamt oder der Erziehungsberater oder der Mediator – dann sagen alle zu dir:

LIES DAS UND ANTWORTE! Ihr müsst doch miteinander kommunizieren! Schon allein für euer Kind! Jetzt beweise mal bitte deine Kooperation!

Als ob deine Kooperation das Problem wäre!

Mann!

Sweetheart, deine Kooperation beweist du allein dadurch, dass du die wesentlichen sorgerechtsrelevanten Dinge mit deinem Ex kompromissbereit und sachlich klärst und den Umgang sicherstellst!

Aber du musst doch nicht seine meterlangen Email-Durchfall-Ausdünstungen so behandeln, als ob es gesunde Anfragen auf der Elternebene wären? Wieviel kostbare Lebenszeit willst du denn vertrödeln?

Schau mal, dein Kind lacht dich gerade an – spiel lieber mit ihm eine Runde Fangen!

 

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Eine laserscharfe Laboranalyse

Wenn wir uns den Scheiß mal näher anschauen und wissenschaftlich analysieren, handelt es sich oft um ein buntes Potpourri an projizierten Vorwürfen, Abwertungen, Beleidigungen, blanker Hohn, Hass, Drohungen und nicht zuletzt einer Reihe unglaublich erfindungsreicher Lügen mit dem Ziel, dass die stete Wiederholung den Wahrheitsgrad schon erhöhen wird.

Um deiner Aufgabe als Elternteil auf der nicht durchfallerkrankten Seite nachkommen zu können und zeitgleich aber darauf zu achten, deine emotionale Balance nicht zu gefährden, solltest du dir einen Laserpointerblick angewöhnen.

Was meine ich damit?

Kennst du die Dinger, die man für Präsentationen benutzt? Sie sind so groß wie ein Kugelschreiber, den man auf Fingerdruck anknipst und der dann mit einem leuchtend roten Punkt den Zuschauern die Stelle auf der Leinwand zeigt, auf die man gucken soll.

Ein Laserpointer ist in der Hand schwer zu führen, es ist ein ewiges rotes Springen an der Leinwand, und derjenige, der den Pointer in der Hand hält, kann ihn aus- und anknipsen.

 

Ich möchte, dass du die Durchfall-Emails von deinem toxischen Ex  genau so liest

Dein Laserpointerblick springt nur zu den sorge- und umgangsrelevanten Bestandteilen seiner schriftlichen Diarrhoe:

„Blah blah blah… würg…jammer….blah blah…Umgang am Freitag um 15 Uhr (Laserpointer *rot blink*)…. Blah…blah… wein…gemein….Ferien dann im August in der zweiten Hälfte (*rot blink*)….würg… blahblahblah…keine Coronaimpfung (*rot blink*)….wein…heul…hau drauf…blahblah…jammer…pups….Unterhalt (*rot blink*)…blahblahblah…usw usw usw.“

Du hast jetzt eine Idee, was ich meine, oder?

Und nur auf die Laserpointer-Punkte gehst du in deiner Antwort ein. Da du ja nicht an Diarrhoe leidest, antwortest du stets kurz, prägnant, sachlich und meeeega langweilig – sprich ohne Emotionen.

Erspare dir wirklich das Lesen des kompletten Textes. Du bekommst sonst seine Bilder in deinen Kopf – und die braucht wirklich kein Mensch!

Ist doch krank.

 

Heilungschancen

Wirst du mit deinem Laserpointerblick tatsächlich immer alles erwischen, was wirklich relevant ist?

Ich geb’s zu: Gut möglich, dass da auch mal etwas unter den Tisch fällt.

So what. 🤷‍♀️

Mach dich locker.

Bei der Menge an Buchstaben und Wörtern – wer will es dir verdenken, dass du mal was überlesen hast (huch!), wenn du ansonsten die eine oder andere Email beantwortest?

Mit zunehmender Praxis wirst du jedenfalls den Email-Diarrhoe-Keimen jeglichen Nährboden entziehen.

Je länger du selbst keine Energie mehr über die Dünnpfiff-Verbindung schickst, wird auch dem narzisstischsten Vertreter seiner Spezies irgendwann mal die Luft ausgehen. Schickt er dann immer kürzere und sachlichere Emails, belohnst du das mit einer schnelleren und gleichfalls sachlichen Email. Ist überhaupt nix drin, was laserpointmäßig aus dem Text herausleuchtet außer „heul….jammer…blahblah…gemein“, antwortest du gar nicht.

Das ist meiner Meinung nach die beste Methode, wie du deinen kranken Ex-Partner in seinem eigenen Heilungsprozess unterstützen kannst.

Der arme Kerl. Muss wirklich schlimm sein, so ein Zwang.

 

 

P.S.: Es gibt übrigens auch Männer, die von einem mutierten Diarrhoe-Keim heimgesucht werden: dem verbalen Brechdurchfall. Interessanterweise eher beim Familiengericht, aber ich selbst habe schon Fälle auf offener Straße erlebt. Sollte es dir in einem deiner Verfahren passieren, braucht dich das nicht zu tangieren – lass die Rechtspfleger das Erbrochene wegwischen.

Wenn der Richter ein Herz hat, dann schickt er den kranken Kerl gleich nach Hause.

 

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