Wie du deine Trennung am besten durchziehst auch wenn du Angst hast

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Dieser Blogartikel ist für dich, wenn du dich bislang im Kreis drehst und nicht weißt, wie du dich am klügsten von deinem toxischen, mutmaßlich narzisstischen Partner trennen und mit den Kindern ausziehen kannst.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du bereits einiges in diversen Mütterforen und -gruppen gelesen hast, was dich sehr ängstigt. Und ich denke auch, dass du dich schon sehr lange mit dem Gedanken trägst, diesen Mann zu verlassen, der so gemein zu dir ist und der den gemeinsamen Familienalltag mega anstrengend macht.

Du stehst vor einem ganz wichtigen Wendepunkt in deinem Leben. Und dieser Wendepunkt kommt so oder so, auch wenn du noch zauderst!

Der Punkt, an dem du eine Entscheidung treffen musst, lässt sich mit dem Kopf nicht wegrationalisieren. Nicht mit „Aber hier haben die Kinder ihre Freunde! Hier ist die Schule so schön nah! Hier ist die Nachbarschaft so toll!“

Die Wahrheit, dass du ein besseres Leben führen solltest, was in deiner kleinen, miniwinzigen Komfortzone nun einmal nicht möglich ist, so lange in dieser Komfortzone ein toxischer Partner noch mit drinsteckt, kennt deine Seele dagegen schon längst.

Jetzt heißt eine Komfortzone ja nicht ohne Grund Komfortzone. Weil es einfach viel bequemer ist, genau so weiterzumachen wie bisher, selbst wenn es in der Hölle ein Quäntchen gemütlicher sein dürfte.

Das Schwierige, was uns zögerlich werden lässt, ist der Berg an Details, die wir noch nicht kennen. Wir sehen nur den dunklen Wald und noch keine lichten Stellen, zu denen die Sonne durchdringt. Wir wünschen uns so sehr, den Weg komplett klar und ausgeleuchtet zu sehen, und doch stecken wir am Anfang im dicksten Nebel und sind froh, wenn wir den nächsten Bordstein erkennen können, geschweige denn die Grube, die sich in der dicken Nebelsuppe verstecken könnte.

Ich bin früher übrigens viel Motorrad gefahren. Ich hatte spät – sehr spät – meinen Führerschein gemacht, da war ich schon 35 Jahre alt. Und Mensch – war das ein Act gewesen, bis ich den hatte! Inklusive Fahrschulwechsel und einem ganzen Sommer lang teure Fahrstunden, so dass ich den Schein schließlich erst nach der Saison in den Händen hielt.

Ich habe damals wirklich Blut und Wasser geschwitzt, denn das leichte Dahingleiten war nicht wirklich meins.

Ich war nämlich der größte Schisser unter der Sonne. Ach, was rede ich von „war“. Ich bin es immer noch. Doch, ganz ehrlich.

Ich hatte mir aber in den Kopf gesetzt, Motorrad fahren zu lernen. Ich fand die Unabhängigkeit und gerade das Dahingleiten in meiner Vorstellung als besonders elektrisierend.

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Ja, obwohl ich nicht wirklich ein Naturtalent gewesen bin!

Als ich den Führerschein dann endlich in den Händen hielt, war es bereits Herbst. Im Winter kaufte ich mir dann mein Motorrad, und im Frühling des darauffolgenden Jahres machte ich mich nach nur 800 Praxiskilometern und huckepack mit meinen Ängsten allein (!) über Südtirol auf in die Toskana. Für drei ganze Wochen.

Es war ein Höllenritt. Inklusive zweimaligem Umkippen meines schweren Motorrads und traumatischen Berg- und Serpentinen-Erfahrungen bei regennasser Fahrbahn und Baustellen-Abschnitten im Gefälle.

Ich zehre übrigens noch heute von diesen Erfahrungen und war nach meiner Rückkehr damals stolz wie Oskar!

Heute fahre ich nicht mehr, mein Motorrad habe ich vor ein paar Jahren verkauft, weil ich nach Kind und später dem Hund nicht wirklich mehr fahren wollte. Für mich ist dieser Lebensabschnitt abgeschlossen, und nichts zieht mich mehr dahin zurück.

Aber das Motorradfahren jenseits von „Schönwetterfahrten“ bringt einen sehr, sehr nah ran an seine Ängste.

So fuhr ich zum Beispiel einmal in einer kleinen Gruppe von Südtirol durch das Sarntal zurück nach Österreich. Das Sarntal ist wunderschön, aber in dem Frühling hatte es nur geregnet, alles war nass und kalt und ungemütlich. Die Strecke zeichnet sich dadurch aus, dass sie mehr oder weniger gerade verläuft und fast schon unmerklich an Höhe gewinnt.

Ich war damals mit drei Männern unterwegs, Bekannte meiner damaligen Chefin, allesamt erfahrene Motorradfahrer.

Mit steigender Höhe kam Nebel auf, der immer dichter wurde. Ich wusste, dass es bergauf scharfe Serpentinenkurven gibt, nur halt auf dieser Strecke ganz, ganz wenige.

Kannst du dir das Gefühl vorstellen, im dichten Nebel – wir krochen mit gefühlten 20 km/h eng hintereinander den Berg hinauf, und ich hatte Mühe, das Kennzeichen meines Vordermannes zu sehen – mit dem Motorrad auf eine nicht sichtbare Serpentine zuzufahren und dabei ständig den Gedanken zu haben, dass hinter der Serpentine der Abgrund lauert? Es war fürchterlich.

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Wann kam die denn endlich, die verflixte Kurve?

Ich habe übrigens extreme Höhenangst, habe ich das schon erwähnt?

Ich glaube, diese Tour von Bozen hoch auf das Penser Joch hat gefühlte 50.000 Stunden gedauert und war für mich bislang das Anstrengendste und Beängstigendste, was ich mit dem Motorrad je erlebt habe.

Den Männern ging es übrigens nicht viel anders. Als wir dann endlich oben auf dem Plateau ankamen, waren alle fertig. Ich habe mir dann aber doch einen lauten Schrei gegönnt: „Und so was mache ich auch noch FREIWILLIG!!!“

Musste einfach raus. Tat gut!

Nicht weit vorausschauend fahren zu können war extrem unangenehm.

Stehenzubleiben war dagegen keine Option – die Straßen waren eng, und es gab ja auch trotzdem noch andere Verkehrsteilnehmer im Blindflug, die nicht damit rechnen konnten, dass auf dem Weg ein paar Motorräder herumstehen.

Was heißt das jetzt übertragen auf deine Situation, Sweetheart, falls du noch nicht getrennt bist?

Stehenbleiben ist für dich ebenfalls keine Option, auch wenn dir dein Kopf das noch vorgaukeln mag. Deine Seele schickt dir schon genügend drängende Signale, die du nicht mehr ignorieren darfst.

Du siehst den Weg noch nicht klar vor dir. Alles ist noch im Nebel.

Und es ist sehr wahrscheinlich, dass du einen Höllenschiss vor der nächsten unsichtbaren Kurve hast, die dich und dein Kind aus der Bahn werfen könnte.

Aber es gibt einen großen Unterschied zu meiner damaligen Nebelfahrt für dich: Ich bin vor dir und leuchte dir klar und deutlich die nächsten Meter und sogar die gesamte Strecke aus!

Ich habe einen Plan für dich geschrieben, den du dir vor deiner Trennung durchlesen und an dem du dich orientieren kannst.

Klar gibt es dann immer noch Überraschungen am Wegesrand für dich – die eine oder andere Ratte (oder für Insider: ein fliegender Affe) wird sicher die Straße überqueren und dich eventuell kurz erschrecken.

Aber im Großen und Ganzen kennst du die Strecke und weißt Bescheid, was dich erwartet.

Und ich mach dir Mut, dich Schritt für Schritt, Meter für Meter auf den Weg zu machen. Bis du dann schließlich in einem Jahr stolz zurückschauen kannst und denkst:

„Wow! So weit bin ich schon gekommen! Ich wusste gar nicht, zu was ich fähig bin!“

Wo findest du den Plan?

Auf Amazon! Ich habe ein Buch geschrieben, in dem ich dir detailliert aufzeige, worauf du zu achten hast und welchen Schritt du wann machen solltest, wenn du dich von einem toxischen Kindsvater trennen musst.

Zieh endlich aus! heißt der Plan und ist für den Kindle und als Taschenbuch erhältlich.

Das Buch ist das Ergebnis unzähliger Gespräche und gesammelter Erfahrungen von Müttern, die den Weg schon vor dir gegangen sind. Es adressiert sämtliche Fragen rund ums erste Trennungsjahr, die mir bislang gestellt wurden, sowie die Stoßseufzer der Mütter, die bestimmte Fehler, die sie früh gemacht haben, rückblickend bitter bereuten.

Es geht also um deine wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen, ob du z.B. gleich einen Anwalt nehmen solltest oder nicht, wie du es ihm sagst – oder auch nicht – bis hin zur konkreten Auszugsorganisation und den ersten Kindübergaben. Das Buch lässt dich auch bei deinen ersten Gesprächen im Jugendamt und bei deiner ersten Gerichtsverhandlung nicht im Stich.

Vor allem aber geht es mir um dein mentales Setting, deine Haltung und deine Perspektive.

Mach dir diese Erfahrungen zunutze und lichte den Nebel um dich herum!

Ich wünsche es dir so sehr, Sweetheart, dass du in die Klarheit kommt und beherzt das Leben für dich und dein Kind veränderst! Für Mütter wie dich habe ich das Buch geschrieben, damit du die scharfen Kurven elegant nehmen kannst und dich nicht mehr von deinem toxischen Soon-to-be-Ex einschüchtern lässt!

Du schaffst das, Sweetheart.

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