19. September 2017

So kommst du deinen Stärken auf die Schliche

Mach jetzt deine Stärkenanalyse um weiterzukommen

Ich seh gerade dein Gesicht vor meinem inneren Auge und diesen Gedanken, der dir wahrscheinlich jetzt durch den Kopf spukt:

„Klar kenne ich meine Stärken – logo! Ich bin pünktlich, strukturiert, genau… Was soll das?“

Nun ja, das mag reichen, wenn du dich in einem Online-Datingportal profilieren möchtest.

Aber was ist, wenn du dich gerade im Job irgendwie festgehängt hast und du immer unzufriedener wirst?

Was, wenn du überlegst, zusätzlich mehr Geld nebenbei zu verdienen?

Spätestens dann wird dich die Frage umtreiben, womit du dich selbstständig machen könntest oder welches Talent dich auf eine andere Position hieven soll.

Ich will dir mit diesem Artikel ein paar Fragen an die Hand geben, die ich selbst auch bei mir anwende und die ich sicherlich hier und da in meinen älteren Artikeln auch schon erwähnt habe.

Aber es kann nicht oft genug darüber gesprochen werden, denn

  • Wenn du deine Stärken gut kennst, dann kannst du sie gezielt fördern
     
  • Wenn du deine Stärken förderst, wirst du unglaublich gut in dem, was du machst
     
  • Wenn du immer besser wirst, bekommst du nicht nur die Anerkennung, die dir dafür zusteht,
     
  • sondern dein Selbstbewusstsein bekommt einen solchen Mega-Schub, dass
     
  • dir der Ex immer weniger etwas anhaben und er dir zweimal den Buckel runterrutschen kann, wenn er dich wieder ärgert! All das bringt dich näher zu deinem ersehnten Ziel, gelassener im Umgang mit ihm zu werden.

Lauf ein paar Meter in den Schuhen der Anderen

Lass uns mit einem Perspektivenwechsel beginnen. Nimm dir am besten Block und Bleistift in die Hand und mache dir kurze Notizen.

  • Nimm die Position von deinen KollegInnen ein: Bei welchen Aufgaben fragt man dich um Rat? (Bitte nicht an die Pappenheimer denken, die nur unliebsame Arbeit abdrücken wollen, und für die du bislang immer die Liebe gewesen bist, die alles abgenommen hat!) Hast du einen Expertinnenstatus in einer Sache?
     
  • Was sagt dein Chef/deine Chefin über dich? (Vorausgesetzt, du hast einen guten Chef – wenn du dich eher drangsaliert fühlst, denk an einen anderen, früheren Chef, der dich wertgeschätzt hat und in einer bestimmten Sache voll des Lobes über dich war).
     
  • Was sagt deine beste Freundin, worin du gut bist? Was, glaubst du, denkt sie über deine Stärken?
     
  • Was haben deine Eltern früher immer gesagt, wenn sie von Anderen angesprochen wurden?
     

Stopp – nicht an die Fehler denken, die deine Eltern oder Chefs früher bekrittelt haben mögen! Konzentriere dich bitte ausschließlich auf das Positive (Chefs) oder den Stolz (der Eltern).

Das, was Andere sagen, meinen oder denken, worin wir gut sind, ist nur eine Sicht. Das heißt nicht, dass das für dich zur Non-plus-ultra-Lösung werden muss.

Gerade wenn du – so wie ich auch – in der Vergangenheit immer artig und brav deine Arbeitsaufgaben mit einer für dich selbstverständlichen Akkuratesse  erledigt hast, und du deshalb mittlerweile innerhalb der Firma die Expertin für Excel-Spreadsheets geworden bist, heißt das noch lange nicht, dass du das auch zukünftig unbedingt schwerpunktmäßig machen solltest!

Aber es hilft dir trotzdem bei der Sichtung und beim Sondieren.

Als nächstes nimm wieder deine eigene Perspektive ein.

  • Bei welchen Tätigkeiten kommst du richtig in einen Flow? Bei was vergisst du die Zeit? Was lässt dich nicht los, wenn du noch nicht fertig bist, dass du dafür auch den Film im Fernsehen sausen lässt?
     
  • Welche Tätigkeit erfüllt dich? Gibt es etwas, das du immer tun kannst, um dich danach ausgeglichen und gut zu fühlen, selbst wenn du in einer schwierigen Situation bist?
     
  • Welchen Traum hattest du als Kind? Was wolltest du werden?
     

Na, merkst du schon etwas?

Achtung – Falle!

Wenn du sehr vielseitig interessiert bist, kann das auch sehr verwirrend sein. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr!

Mir hatte man früher immer erzählt, ich wäre nicht besonders künstlerisch kreativ (hach – lachhaft!). Als ich dann vor ein paar Jahren die Motivtortenkunst entdeckte, war ich hellauf begeistert und Feuer und Flamme, dass ich gar überlegte, daraus professionell etwas zu machen. Denn ich habe schon immer gern gebacken und hatte für die Kindergeburtstage auch meistens ganz lustige Ideen.

Ein Irrweg – und ich bin heilfroh, dass ich diesen Weg nicht gegangen bin! Ich stellte mir nämlich vor, das immer machen zu müssen, und diese Vorstellung gefiel mir gar nicht. Gerne mal hin und wieder und wenn ich Bock habe – aber im Auftrag von Kunden?

Letztlich kam ich darauf, was ich schon als Kind total gern gemacht habe: Schreiben! Ich war richtig gut bei Aufsätzen und begann schon als 11jährige ein Buch zu schreiben. Ein ganzes Jahr lang schrieb ich jeden Abend eine DIN A4-Seite engzeilig mit der mechanischen Schreibmaschine – Vorder- und Rückseite!

Mein Berufswunsch war allerdings ein komplett anderer: Krankenschwester wollte ich werden. Meine Eltern wandelten das dann in Ärztin! um, aber für den Numerus Clausus eines Medizinstudiums war mein Abi nicht gut genug.

Mit dem Blog fröne ich heute einerseits meiner Lust am Schreiben und meinem Mitteilungsbedürfnis, und als Coach kann ich meinem tiefen Wunsch, anderen Frauen zu helfen und zu unterstützen nachkommen. Eine perfekte Kombi für mich.

Also – wie sieht das bei dir aus?

Wenn du jetzt vor ratlos vor deinen Stichworten sitzt und gerne alles machen würdest, dann solltest du dir diese zwei Fragen stellen – je nachdem, ob du dir vorstellen könntest, dich selbstständig zu machen oder ob du auf jeden Fall als Angestellte weiterarbeiten möchtest:

  1. Welchen Mehrwert kannst du anderen Menschen mit deinen Stärken geben?

Das heißt: Welchen Nutzen könntest du deinen zukünftigen Kunden verschaffen?

Oder:

  1. Welchen unschlagbaren Vorteil und Gewinn bringst du mit diesen Stärken einem anderen Unternehmen, das dich einstellen soll?

In beiden Fällen:

2. Was macht dich einzigartig mit dieser Stärkenkombination?

Das nächste Vorstellungsgespräch kann kommen, oder? 🙂

Die nächste, logische Konsequenz all dieser Fragen ist – egal ob du dich selbstständig machen oder angestellt bleiben willst:

Was kannst du tun, um deine Stärken und dein Fachwissen/Talent noch weiter zu vertiefen, um unschlagbar besser zu werden?

Such dir einen oder mehrere fachspezifische Kurse zusammen und investiere in dein Talent (nota bene: Talent, nicht ins Ausmerzen deiner Schwächen!).

Das geht auch als Single Mami, das geht auch online (z.B. über Udemy), das geht auch neben dem Job (abends, wenn das Kind im Bett liegt und der Fernseher aus bleibt), das geht auch mit wenig Kohle.

Du fängst mit günstigen Kursen an, recherchierst weiter, findest teurere und bessere und kannst dafür dann Geld zurücklegen und leichter ansparen, einfach weil du ein Ziel hast.

Und nie – wirklich niemals! – ist eine Investition in dein Wissen, in deine Bildung und Weiterentwicklung rausgeschmissenes Geld!

Weißt du eigentlich schon, ob du wirklich angestellt bleiben möchtest oder ob du nicht auch das Zeug zur Unternehmerin hättest?

Darum geht es dann in meinem nächsten Artikel in einer Woche.

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