Wenn du Angst davor hast, dass dein eigenes Kind ein Narzisst werden könnte

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Hast du bereits beobachtet, dass dein Kind Verhaltensweisen an den Tag legt, die verdammt stark an den narzisstischen Ex erinnern?

Dass es genau wie der Ex mit dem Fuß auf den Boden stampft und schreit: „Ich will es jetzt aber so, wie ich es will!“

Sehr wahrscheinlich, wenn dein Kind 4 oder 5 Jahre alt ist. Wir Mütter kennen alle solche Situationen, oder?

„U-oh“, magst du dir dann denken – „nicht, dass mein Kind auch so wird wie er!“

Und schon fängst du an, alles zu lesen, um das zu verhindern. Du findest aber nicht wirklich gute, absichernde, beruhigende Informationen, denn man geht davon aus, dass die Veranlagung dazu, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung zu entwickeln, angeboren ist.

Findet dann eine entsprechende Sozialisierung statt – z.B. Erhöhung des Kindes auf ein Podest in Kombination mit Verletzungen des Selbstwertes – dann kann es dazu führen, dass sich das Kind in diese Richtung entwickelt.

Also lass noch eine oder zwei oder fünf oder zehn entsprechend falsche Reaktionen der Mutter (klar!) vorkommen, das Kind zieht entsprechende Schlüsse und bäm! hast du als Mutter dazu beigetragen, dass es noch einen Narzissten mehr in der Welt gibt.

Oh Mann!

 

Ich möchte dir mit dem vorliegenden Artikel Mut zusprechen

Denn selbst wenn dein Kind eine Veranlagung zur Ausbildung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung von Geburt an haben könnte, heißt das noch lange nicht, dass es sich auch in diese Richtung Narzisst entwickeln muss!

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich möchte nicht, dass du glaubst, dass du allein dafür die gesamte Verantwortung trägst, dass es keine narzisstische Persönlichkeitsstörung wie sein Vater entwickelt.

Es gibt trotzdem einiges, was du von deiner Seite dazu beitragen kannst, damit es nicht dazu kommt.

Das ist dein Teil, den du selbst kontrollieren kannst – mit dem, was du sagst und tust – von all den anderen Einflussquellen (Kindsvater, Lehrer, Trainer, Nachbarn, Internet, Großeltern und wer weiß wer noch) solltest du dagegen loslassen.

Aber dein eigener, empathischer Anteil ist mächtiger, als du glaubst!

 

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Gefühle zeigen und interpretieren können

Dein fünfjähriges Kind zum Beispiel muss erst noch die Impulskontrolle lernen und mit der Welt der Emotionen zurechtkommen.

Auch geben kleine Kinder unverhohlen kund, wenn ihnen etwas nicht passt.

Das ist sehr gut – und vollkommen normal.

Sie erreichen mit dem Schuleintritt eine neue Reife – sie lernen, sich in die Gefühle von anderen hineinzuversetzen.

Bei einem Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung hat diese emotionale Reife nicht geklappt. Dieser Mensch ist mental an dieser Stelle hängengeblieben.

Also alles ok mit deinem Kind – bald kommt der nächste Reifesprung!

Du kannst es dabei unterstützen, indem du ihm hilfst, seine Emotionen wahrzunehmen und zu benennen. Auch indem du mit deinem Kind Szenen besprichst, die ihr gemeinsam erlebt und in denen andere Kinder ausgeflippt sind:

„Wie könnte sich das Kind wohl gefühlt haben? Und was meinte das andere wohl? Was glaubst du?“

 

Bewertungen abgeben

Narzisstisch gestörte Menschen erheben sich über andere, indem sie alles negativ bewerten, was nicht ihren eigenen Werten entspricht.

In DEXKADIMA zeige ich zum Beispiel in einem spezifischen Modul auf, wie du deinen wichtigsten Werten auf die Schliche kommst. Es gibt ja nicht nur Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Familiensinn – sondern noch -zig andere, die alle gut sind!

In der (abfälligen) Bewertung der Wichtigkeit und Richtigkeit von Werten anderer Menschen liegt die Wurzel allen Übels.

Du kannst dich selbst dabei beobachten, wie du im Stillen andere bewertest (das machen wir nämlich alle, wenn auch nicht so ausufernd und gehässig wie ein Narzisst).

Werde dir klar darüber, welche Werte dir die allerwichtigsten sind.

Zeige deinem Kind diese Werte. Nicht, indem du nicht nur darüber redest – sondern indem du sie ihm vorlebst.

Also wenn du z.B. Ehrlichkeit als hohen Wert hast und das immer wieder predigst, solltest du tunlichst darauf achten, nicht selbst die eine oder andere „weiße“ Lüge von dir zu geben, bei der dein Kind dich dann beobachten kann: „Oh, der Kuchen ist wirklich lecker!“ (würg)

Deine Werte wird dein Kind unbewusst aufsaugen. Das wird es mitnehmen – vor allem, wenn du immer wieder in bestimmten Situationen mit einer klaren Intention auf deine Werte zeigst.

 

Auch der Selbstwert ist ein Wert!

Was schaut sich dein Kind über deinen Selbstwert ab? Was lernt deine Tochter von dir, wenn du vor dem Spiegel stehst?

Was wird es über sich selbst denken, wenn es mitbekommt, dass es jeden Monat 500 € kostet?

Halte Unterhaltsstreitigkeiten unbedingt von ihm fern. Wenn es mit dir darüber spricht, was es beim Vater aufgeschnappt hat, dann mach ihm klar, dass das Geld für Notwendigkeiten des Alltags verwendet wird und beide Eltern zu gleichen Teilen dazu beitragen. Dass das nichts mit ihm persönlich zu tun hat, sondern dass es Tabellen vom Staat dafür gibt.

Erzähl ihm, dass es schön ist, ein Kind großziehen zu dürfen, und dass die gesamte Gesellschaft dazu beiträgt, indem der Staat das fördert und es extra Kindertickets gibt und kostenlose Schulen. Ist das nicht toll?

 

Der Club der mutigen Mütter

Werde Teil einer exklusiven Gemeinschaft und lerne, die Wellen souverän zu nehmen, die der Ex immer wieder aufwirft. 

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Stärke deine Zuversicht, dass dein Kind zu einem glücklichen Erwachsenen heranwachsen wird

Gerade, wenn du dir große Sorgen darüber machst, weil die aktuelle Situation nun wirklich nicht danach aussieht, dass dein Kind eine schöne Kindheit hat – gerade dann solltest du anfangen, dagegen zu steuern.

Und zwar zuallererst in deinem Kopf.

Where focus goes, energy flows. (Tony Robbins)

Bau dir für dein Kind einen Gegenentwurf zu deinen aktuellen Sorgen auf. Arbeite an anderen Fantasien und Zukunftsentwürfen.

Das schreibt sich leicht, es läuft aber unterm Strich genau darauf hinaus.

Wenn du im Kopf immer wieder die gleichen schlimmen Szenen einer narzisstischen Jugend-und Erwachsenenzeit für dein Kind durchgehst, dann ebnest du dieser Entwicklung den Weg.

 

Ein Glaubenssatz entsteht mit einem Gedanken, den du immer wieder denkst

Du glaubst daran, dass es sich so entwickeln wird – also suchst du nach Bestätigung für diesen Glauben.

Du wartest auf die Anzeichen – und diese werden auch kommen.

Das ist mit allem so, wovon du überzeugt bist.

Und daher ist das zugleich dein größter Hebel, den du jetzt umlegen kannst.

Möchtest du den Glauben nähren, dass dein Kind ein Narzisst wird – mit dem Vater?

Oder möchtest du den Glauben nähren, dass du als empathische Mutter deinem Kind genug Orientierung und Halt in seiner Gefühlswelt vermitteln kannst, dass es allen Widrigkeiten zum Trotz zu einem resilienten Erwachsenen reifen und Schwierigkeiten meistern lernen wird?

Für welchen Glauben entscheidest du dich?

Und von welchem Glauben profitiert dein Kind wohl mehr?

Die Arbeit an deinem Glaubenssystem ist nämlich dein wichtigster und zugleich einfachster Hebel, um dein Kind zuversichtlich und souverän in einer toxischen Umgebung begleiten zu können!

Wenn du mehr in dieser Thematik von mir lernen willst, dann schau dir unbedingt mein Power Brain Detox Programm einmal näher an.

 

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