Warum du dich nicht erpressen lassen solltest, auch wenn du vor Scham im Boden versinken könntest

Jan 10, 2020 | 0 Kommentare

Hast du dir eigentlich schon verziehen, Sweetheart?

Dass du dir diesen Mann ausgesucht hast?

Mit ihm ein Kind (oder auch zwei oder drei) gezeugt hast?

Dass du dich Hals über Kopf in ihn verliebt hattest, obwohl es schon so frühe Anzeichen seiner psychischen Störung gegeben hat?

Dass du ihm erlaubt hast, dich so zu behandeln, wie es zuvor niemand tun durfte?

 

Willkommen im Club, meine Liebe!

Sich selbst zu vergeben ist für uns Mütter mit einem toxischen Ex-Partner das Ziel, welches am schwierigsten umzusetzen ist.

Wenn wir Außenstehenden zu erklären versuchen, wie unsere Lebenswirklichkeit mit diesem Kindsvater aussieht, kommen oft genau diese Sprüche, die uns dann bis ins Mark verunsichern.

Da sie genau das aussprechen, mit dem wir tief in unserem Innern selbst am meisten hadern:

„Jetzt hast du dir nun mal diesen Mann als Vater deiner Kinder ausgesucht, nun schau auch zu, wie du damit zurechtkommst!“

„Aber Sie haben sich doch mal geliebt!“

Und mein persönlicher Lieblingsspruch: „Zum Streiten gehören immer zwei!“

Wenn jetzt also der Verfahrensbeistand oder die Sachbearbeiterin im Jugendamt dir einen dieser Sätze an den Kopf knallt und es dich sprachlos macht, dann hauptsächlich deshalb, weil jemand dir deine eigenen Gedanken spiegelt.

Nur von außen hören sie sich verdammt brutal an.

Aber Sweetheart: So redest du doch die ganze Zeit schon mit dir selbst?

Wenn du möchtest, dass dein Umfeld dich mitfühlend und mit Respekt behandelt, dann schau, dass du die Erste bist, die im Selbstgespräch liebevoll und fürsorglich mit sich umgeht.

Vergleiche mal, wie du mit deiner besten Freundin reden würdest, wenn sie gerade einen kapitalen Bock geschossen hätte, mit dem, wie du mit dir selbst sprichst.

Wir selbst sind uns oft die strengsten und ungnädigsten Richter!

Habe also bitte Nachsicht mit dir, ja?

 

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Was ist mit den echt großen Hämmern, die du in der Beziehung angestellt hast?

Jetzt mag es bei dir durchaus ein paar Geschichten geben, die dir immer noch die Schamesröte ins Gesicht jagen. Und die nach gängigen moralischen Maßstäben schon – äh – durchaus als „verwerflich“ oder „pfui“ angesehen werden könnten.

Vielleicht waren es bestimmte Sexpraktiken, auf die du dich eingelassen hattest, und die du selbst durchaus als lustvoll empfunden hast. Auch wenn nicht – egal.

Oder es sind pikante Fotos oder freizügige Videos, die noch im Besitz des Ex sind.

Allein die Vorstellung, dass du im Gerichtssaal damit konfrontiert wirst, wenn es eigentlich darum geht, dass du unter Beweis stellen musst, dass du eine gute Mutter bist, bei der die Kinder leben sollen, lässt dich halb ohnmächtig werden.

Du stellst dir vor, wie die vermeintlichen Spießer im Talar und die alten Weiber da sitzen und über dich richten und dich bewerten werden!

Ahnst du, wer das genau weiß und sich die Hände reibt?

Na klar – dein Ex!

Und wer so eine richtig „schöne“ ausgewachsene maligne Persönlichkeitsstörung hat, der wird diesen Heimvorteil auch ausnutzen.

Hat er dich noch nicht erpresst?

Oder zumindest Andeutungen gemacht, dass du doch bitte seinen Forderungen (Haus überschreiben zu einem lächerlichen Preis, seine Schulden erlassen, auf Unterhaltszahlungen verzichten, dem Wechselmodell zustimmen, in der Nähe wohnen bleiben, jeden Sonntag die Ex-Schwiegermutter zum Kaffee einladen etc. pp.) nachkommst, sonst…?

 

Wie du die Marionettenfäden kappen kannst

Aus diesem vermeintlichen Abhängigkeitskäfig kannst du dich befreien, wenn du dir klarmachst, dass du immer und stets die Verantwortung für dein Handeln hast.

Und zu dieser Verantwortung stehst du.

Own it, Sweetheart!

Du brauchst auf jeden Fall einen Verbündeten – und das ist dein Rechtsbeistand. Ich wette, du bist nicht die erste Mandantin, die mit roten Wangen erklärt, dass sie sich in der Beziehung zu diesem oder jenen hat hinreissen lassen!

Das ist vor allem dann wichtig, solltest du gar in illegalen Machenschaften verwickelt gewesen sein. Dein Anwalt muss darüber Bescheid wissen, sonst kann er nicht die richtige Strategie für dich ausarbeiten, und es wird dir später ordentlich auf die Füße fallen.

Sollte dein Ex dann doch die Bombe platzen lassen (und das wird er, egal, ob du seinen Forderungen nachkommst oder nicht) und dein Anwalt steht dumm da, kann man es ihm nicht verdenken, wenn er anschließend das Mandat niederlegt. Ihr seid ein Team, vergiss das bitte nicht.

Wenn er mit der Chose nicht umgehen kann, die du ihm erzählst, dann suchst du dir einen neuen.

Ja, einfach geht anders!

Aber so ist es nun mal jetzt, hilft ja nix.

Also: Tief Luft holen und durch.

„Ja, ich habe einen Fehler gemacht. Hätte ich all das, was ich heute weiß, damals gewusst, hätte ich es sicherlich nicht getan, das können Sie mir glauben!“

„Darf ich an dieser Stelle kurz nachfragen, was unsere damaligen intimen Sexpraktiken mit meiner Erziehungsfähigkeit als Mutter zu tun haben sollen?“

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Loslassen ist angesagt, Liebes!

Wenn du dich erpressen lässt, magst du vielleicht glauben, dass du ihn damit kontrollieren kannst – aber das ist ein Trugschluss. Ein Erpresser hört nie auf.

Was werden die anderen nur von mir denken? Meine Eltern? Die Nachbarn? Oh, ich schäme mich so!

Das weißt du nicht. Und du wirst es nicht verhindern können, dass bei deinen Mitmenschen ein eigener Film ablaufen wird.

Lass da unbedingt los.

Eine Paarbeziehung ist nun mal sehr intim. Es sollte eigentlich eine Schutzzone sein, in der man sich öffnen und sich gegenseitig das Vertrauen schenken darf, dass Geheimnisse gut gewahrt sind.

Dein Fehler war es also, diesem toxischen Menschen dein absolutes Vertrauen zu schenken.

Ist das verwerflich? Wohl kaum. Du warst ja schließlich verliebt!

Mach dir außerdem klar, dass alle in dem Gerichtssaal sexuelle Geschichten erlebt haben. Ja, auch der vertrocknete alte Knochen in der Ecke!

Indem du mit klarer Stimme deine Verantwortung übernimmst und dazu stehst, dass du aus Überzeugung heraus mit einem Partner eine intime, zutiefst vertrauliche Beziehung leben möchtest, hast du definitiv mehr Standing als das arme Würstchen neben dem gegnerischen Anwalt, das meint, es könne jetzt die Spießer schocken und mit seinem schmutzigen Finger auf dich zeigen!

Solltest du Konsequenzen dafür tragen müssen, nimmst du sie an. Mit hoch erhobenem Kopf und festem Blick bitte schön! Dies gilt vor allem bei illegalen Geschichten.

Nur so kannst du dich und deine Seele davon befreien und machst dich unabhängig davon, was deinem toxischen Ex als nächstes einfallen könnte, um dich zu erpressen.

Kannst du dir vorstellen, was das für ein Gefühl ist?

 

Und umgekehrt? Wenn du ein paar pikante Details über ihn kennst, mit denen du selbst nix zu tun hast?

Lass es gut sein.

Lass ihn die schmutzige Wäsche waschen, wenn er meint, er müsse das tun. Dir egal.

Du hast das nicht nötig, zumal du kein Interesse daran hast, den Vater deines Kindes in die Pfanne zu hauen.

So lange du nicht in den Zeugenstand gerufen wirst, hältst du dich selbst zurück. Und natürlich erpresst du ihn nicht damit!

Der einzige Weg, gegen einen toxischen Menschen zu gewinnen: überhaupt nicht erst zu spielen!

 

 

 

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