Fragst du dich gerade, welche Schikanen deinem Ex als nächstes einfallen werden?

Okt 11, 2019 | 5 Kommentare

Kennst du das? Da sitzt du gefühlt jeden Tag bang am Rechner oder mit dem Smartphone in der Hand und wartest nur auf die nächste gehässige Email von ihm.

Oder die Ferienplanung steht an und du kannst deshalb nachts nicht schlafen, weil du dir genau vorstellst, wie er sich dieses Jahr wohl aufführen wird, um die Weihnachtstage komplett zu bekommen.

Und weil du gerade dabei bist, malst du dir gleich aus, dass er die Kinder nach den Ferien gar nicht mehr zurückbringen wird. Was für eine Horrorvorstellung!

Oder Ihr seid per Order de Mufti (sprich: Gericht) zur Mediation verdonnert worden, und du ergehst dich in Fantasien über Euer Zusammentreffen auf dem Flur und später im Raum selbst. Dein Magen zieht sich allein beim Gedanken schon zusammen.

Was wird er wieder Ungeheuerliches behaupten?

Welchen hasserfüllten, hämischen Blick wird er dir wieder „schenken“?

Die Fragen stellst du dir still, während du nachdenkst. Und dein Gehirn sucht in Sekundenschnelle nach Antworten.

Die Antworten sind megaschnell verfügbar, gesundem Hirn sei Dank. Schneller, als du 5×4 rechnen kannst, präsentiert dir dein Kopf die Szenen, die du in der Vergangenheit mit dem toxischen Ex erlebt hast.

Ein Gedanke jagt den nächsten. Eine hässliche Szene nach der anderen wandert wieder durch deinen Kopf, durch dein Herz, durch deine Seele.

Und walzt die Autobahn weiter aus.

Denn: je mehr du die immer gleichen Fragen stellst, umso öfter trainierst du und sorgst dafür, dass die immer gleichen Daten immer schneller zur Verfügung stehen.

Wie beim Klavier spielen. Als Anfängerin musst du die Synapsen im Gehirn erst mühselig erschaffen, bis du „Für Elise“ flüssig spielen kannst. Später lächelst du nur noch, weil es dir vollkommen leicht von der Hand geht und du keine Noten mehr dafür brauchst.

Alle Nervenbahnen sind über die Zeit perfekt miteinander verbunden. Der Strom an Impulsen verläuft blitzschnell – du könntest sogar jederzeit aus einem anderen Kontext heraus sofort „Für Elise“ spielen, ohne groß nachdenken zu müssen.

Jetzt ist Klavier spielen ja durchaus etwas sehr Schönes.

 

Das negative Gedankenkarussell dagegen will ja keine von uns haben

Das Prinzip ist aber das gleiche.

Du hast in der Beziehung trainiert zu lernen, wie der Ex tickt.

Jede Geste, jeder Umstand, den sein unheiliger Zorn heraufbeschwören konnte, hast du zu deuten gelernt.

Selbst die kleinsten Anzeichen konntest du später mal erahnen.

Keine Frage: Das war damals überlebenswichtig für deine Seele! Um möglichst keinen Streit und weitere Schikanen heraufzubeschwören, und nicht noch mehr verletzt zu werden.

Nach der Trennung sind es neue Rahmenbedingungen. Auch die musstest du erst lernen.

Du bekommst nicht mehr unmittelbar mit, was gerade in seinem Alltag passiert, was wieder eine narzisstische Krise hervorrufen könnte. Oder einen toxischen Wutanfall.

Nach mehreren unvorbereiteten Attacken – per Email oder bei den Kindübergaben – lernst du, dass du auch vorbereitet sein solltest, wenn du gar keine Anhaltspunkte hast.

Es kann jederzeit passieren.

Jederzeit könnte wieder ein Brief vom Gericht im Postkasten landen.

Jederzeit könnte eine Drohung in einer Email stehen, dich zu ruinieren.

Jederzeit könnte ihm wieder irgendeine Schikane einfallen, um dich fertigzumachen. Er kennt ja alle deine Schwachstellen, und warum sollte er nicht auch alle Knöpfe drücken? Du weißt doch, dass ihn nichts davon abhalten wird?

Mit der Zeit wirst du also zum traurigen Profi in deiner Erlebniswelt mit dem toxisch-narzisstischen Ex und Vater deiner Kinder.

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Soll das jetzt immer so weitergehen?

Nein.

Aber während du jetzt denken magst, dass der Ex ja nie damit aufhören wird und du ihn ja nicht verändern kannst und die Gerichte ihn auch nicht zur Räson bringen werden und Narzissmus an sich kaum heilbar ist – ja, stimmt alles – sage ich dir:

Du allein hast es in der Hand, deiner inneren Gedankenhölle Lebewohl zu sagen.

Du musst „nur“ andere Gedanken trainieren.

Du musst lernen, die inneren Fragen so zu stellen, damit dir dein Kopf und deine Seele andere Antworten geben können.

Und diese dann mit der Zeit zur Autobahn ausgebaut werden.

Während die alten Autobahnen immer brüchiger werden, weil sie nicht mehr so oft benutzt werden.

Ha, ich seh schon, wie ungläubig du guckst!

 

Wie kannst du aufhören, darüber zu grübeln, wenn dem Ex doch ständig wieder eine neue Schikane einfällt?

Ein bisschen ist es wie mit der Henne und dem Ei. Was war zuerst da?

Stell dir deine innere Gedanken- und Gefühlswelt wie eine mächtige Aura um dich herum vor.

Du verströmst eine energetische Kraft, die ihre Entsprechung in der Außenwelt sucht.

Deine energetischen Antennen sind aktuell darauf ausgerichtet, jede noch so kleine negative Aktion des Ex wahrzunehmen und damit eine Bestätigung zu erfahren.

Und die Bestätigungen prasseln nur so auf dich herein. Klar – dein Ex ist ja auch toxisch!

Und wehe dir, du denkst im Großen und Ganzen, dass das Leben schwierig ist und jetzt alles den Bach runtergeht und alles zusammenkommt und Murphys Law und überhaupt!

Und besprichst das auch beim nächsten Kaffeeklatsch oder im Mütterforum. Am besten gleich mit ein paar Ausrufezeichen mehr und ordentlich Emotionalität, weil es dir ja wirklich schlecht geht.

Beepbeepbeep – ja, da kommen dann die Antworten zuhauf! Das Auto verschluckt sich und springt nicht an. Die Rechnung, die du übersehen hast, wird zum zweiten Mal angemahnt – und die damit automatisch versandte Email klinkt alles andere als verständnisvoll. Deine Nachbarin geht hoch wie eine Haubitze wegen eines Missverständnisses.

Und du registrierst ALLES haargenau. Du wolltest Beweise? Da, bitte schön.

Die Autobahn wird unterdessen immer breiter. Mittlerweile dreispurig, mit breitem Notstreifen, perfekt geteert und ohne Geschwindigkeitslimit.

 

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Was wäre aber, wenn du dir im Kopf andere Fragen stellen würdest?

Zum Beispiel, was heute Wundervolles passiert ist?

Was du in den letzten 6 Monaten schon alles erreicht hast?

In welchen kritischen Situationen du auch vor dem Ex schon gute Lösungen und Auswege gefunden hast?

Welche Erfolge du im Job feiern konntest?

Wofür du zutiefst dankbar sein kannst?

Stell dir andere Fragen, damit du andere Gedanken bekommst.

Das ist am Anfang natürlich mühselig im Gegensatz zur gut ausgebauten Autobahn („Aber der Ex, Heidi!!!!“)

Die Synapsen müssen sich erst miteinander verbinden. Lang Vergessenes, was du schon einmal erreicht hast, muss erst wieder hervorgekramt und dir bewusst gemacht werden.

Deshalb reicht es hier nicht, diesen Blogartikel zu lesen, ihn kognitiv zu verstehen und danach wieder zur Tagesordnung und dem schnöden Alltag zurückzukehren, Sweetheart!

Das bedeutet Training, Training, Training!

Jeden Tag. Ab heute – ohne Aufschub.

Klavier spielen lernst du auch nicht dadurch, dass du einen Blog liest.

Also setz dich hin, nimm dein Journal heraus und gewöhne es dir an, deine inneren Antennen auszurichten auf das Schöne, das Gute, deine Erfolge und deine Dankbarkeit, die du für deinen Lebensweg schon haben kannst.

Frage dich: Wie soll meine energetische Aura in einem Jahr aussehen? Welche Erfahrungen will ich anziehen?

Wenn ich eines mittlerweile begriffen habe, dann das:

Das toxische Drama um uns herum ist eine Antwort auf unsere energetisch negative Aura.

Je mehr wir daran arbeiten, diese negative Aura umzudrehen, umso mehr und mehr verblasst die Wichtigkeit, die wir den toxischen Aktionen des Ex in unserem Leben zuweisen.

Er wird uns immer egaler.

Und darum geht’s doch, oder?

Damit du schon bald nicht mehr Gedanken darüber verschwendest, was dein Ex alles in deinem Leben anstellen könnte (was du sowieso nicht kontrollieren kannst), sondern höchstens darüber, was alles Tolles in deinem Leben noch passieren wird, und du dafür Schritt für Schritt den Weg ebnest.

Allein, weil du es zuerst denkst, dann fühlst, und später auch erleben kannst.

Wenn du nicht weißt, wo und wie du anfangen sollst, unterstütze ich dich gerne dabei – mein 6-Wochen-Onlineprogramm DEXKADIMA ist z.B. darauf ausgelegt, dir die Basiswerkzeuge an die Hand zu geben, mit denen du anfängst, neue Gedanken zu pflegen.

Im Club der mutigen Mütter lernst du, diese Methoden im wechselhaften Alltag beständig anzuwenden.

Sowohl DEXKADIMA als auch der Club sind zweimal im Jahr für Anmeldungen geöffnet.

Falls du also lernen willst, die aktuell negative Gedankenwelt durch eine neue zu ersetzen, die dich ermächtigt und nicht mehr hilflos zurücklässt, dann setz dich gleich heute noch unverbindlich auf die Wartelisten, du wirst dann automatisch informiert, sobald ich eine neue Runde starte.

Wie stehst du zum Thema? Hast du selbst schon Erfahrungen damit gemacht, welchen Effekt deine Gedanken und deine Haltung auf ein bestimmtes Ergebnis hatten?

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