Fragst du dich gerade, welche Schikanen deinem Ex als nächstes einfallen werden?

Kennst du das? Da sitzt du gefühlt jeden Tag bang am Rechner oder mit dem Smartphone in der Hand und wartest nur auf die nächste gehässige Email von ihm.
Oder die Ferienplanung steht an und du kannst deshalb nachts nicht schlafen, weil du dir genau vorstellst, wie er sich dieses Jahr wohl aufführen wird, um die Weihnachtstage komplett zu bekommen.
Und weil du gerade dabei bist, malst du dir gleich aus, dass er die Kinder nach den Ferien gar nicht mehr zurückbringen wird. Was für eine Horrorvorstellung!
Oder Ihr seid per Order de Mufti (sprich: Gericht) zur Mediation verdonnert worden, und du ergehst dich in Fantasien über Euer Zusammentreffen auf dem Flur und später im Raum selbst. Dein Magen zieht sich allein beim Gedanken schon zusammen.
Was wird er wieder Ungeheuerliches behaupten?
Welchen hasserfüllten, hämischen Blick wird er dir wieder „schenken“?
Die Fragen stellst du dir still, während du nachdenkst. Und dein Gehirn sucht in Sekundenschnelle nach Antworten.
Die Antworten sind megaschnell verfügbar, gesundem Hirn sei Dank. Schneller, als du 5×4 rechnen kannst, präsentiert dir dein Kopf die Szenen, die du in der Vergangenheit mit dem toxischen Ex erlebt hast.
Ein Gedanke jagt den nächsten. Eine hässliche Szene nach der anderen wandert wieder durch deinen Kopf, durch dein Herz, durch deine Seele.
Und walzt die Autobahn weiter aus.
Denn: je mehr du dir ständig die gleichen Fragen stellst, umso öfter trainierst du und sorgst dafür, dass die immer gleichen Daten immer schneller zur Verfügung stehen.
Wie beim Klavier spielen.
Als Anfängerin musst du die Synapsen im Gehirn erst mühselig erschaffen, bis du „Für Elise“ flüssig spielen kannst. Später lächelst du nur noch, weil es dir vollkommen leicht von der Hand geht und du keine Noten mehr dafür brauchst.
Alle Nervenbahnen sind über die Zeit perfekt miteinander verbunden. Der Strom an Impulsen verläuft blitzschnell – du könntest sogar jederzeit aus einem anderen Kontext heraus sofort „Für Elise“ spielen, ohne groß nachdenken zu müssen.
Jetzt ist Klavier spielen ja durchaus etwas sehr Schönes.
Das negative Gedankenkarussell dagegen will ja keine von uns haben
Das Prinzip ist aber das gleiche: Übung macht die Meisterin!
Du hast in der Beziehung trainiert zu lernen, wie der Ex tickt.
Jede Geste, jeder Umstand, den sein unheiliger Zorn heraufbeschwören konnte, hast du zu deuten gelernt.
Selbst die kleinsten Anzeichen konntest du später mal erahnen.
Keine Frage: Das war damals überlebenswichtig für deine Seele! Um möglichst keinen Streit und weitere Schikanen heraufzubeschwören, und nicht noch mehr verletzt zu werden.
Nach der Trennung gab es dann neue Rahmenbedingungen. Auch die musstest du erst lernen.
Du bekommst nicht mehr unmittelbar mit, was gerade in seinem Alltag passiert, was wieder eine narzisstische Krise hervorrufen könnte. Oder einen toxischen Wutanfall.
Nach mehreren unvorbereiteten Attacken – per Email oder bei den Kindübergaben – lernst du, dass du auch vorbereitet sein solltest, wenn du gar keine Anhaltspunkte hast.
Es kann jederzeit passieren.
Jederzeit könnte wieder ein Brief vom Gericht im Postkasten landen.
Jederzeit könnte eine Drohung in einer Email stehen, dich zu ruinieren.
Jederzeit könnte ihm wieder irgendeine Schikane einfallen, um dich fertigzumachen. Er kennt ja alle deine Schwachstellen, und warum sollte er nicht auch alle Knöpfe drücken? Was sollte ihn auch davon abhalten?
Mit der Zeit wirst du also zum traurigen Profi in deiner Erlebniswelt mit dem toxisch-narzisstischen Ex und Vater deines Kindes.
Du bist die absolute Expertin, gerade weil du ihn mit deinen Empathie-Antennen so gut empfangen kannst.
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Muss das jetzt immer so weitergehen?
Nein.
Aber während du jetzt denkst, dass der Ex ja nie damit aufhören wird und du ihn ja nicht verändern kannst und die Gerichte ihn auch nicht zur Räson bringen werden und Narzissmus an sich kaum heilbar ist – ja, stimmt alles – sage ich dir:
Du allein hast es in der Hand, deiner inneren Gedankenhölle Lebewohl zu sagen.
Du musst „nur“ andere Gedanken trainieren.
Die Schlüsselaufgabe für dich lautet daher: Du musst lernen, die inneren Fragen anders zu stellen, damit dir dein Kopf und deine Seele andere Antworten geben können, für die du unbewusst Beweise suchen wirst.
Und diese besseren Antworten zu Gedankenspiralen werden, die mit der Zeit eine breite, schnelle Autobahn zwischen den Synapsen im Hirn aufbauen.
Während die alten Autobahnen immer brüchiger werden, weil sie nicht mehr so oft benutzt werden.
Ha, ich seh schon, wie ungläubig du guckst!
Wie kannst du aufhören, darüber zu grübeln, wenn dem Ex doch ständig wieder eine neue Schikane einfällt?
Ein bisschen ist es wie mit der Henne und dem Ei. Was war zuerst da?
Stell dir deine innere Gedanken- und Gefühlswelt wie eine mächtige Antenne zum Senden und Empfangen auf deinem Kopf vor.
Du schickst mit jedem deiner Gedanken eine Radiowelle los, die einen Empfänger sucht. Und gleichzeitig empfängst du die andere Informationen mit der gleichen Frequenz zurück – du bist darauf geeicht. Du kannst keine anderen Wellen empfangen, weil du nur eine Frequenz benutzt, mit der du funkst.
Soll heißen: Deine Antenne ist aktuell darauf ausgerichtet, jede noch so kleine negative Aktion des Ex wahrzunehmen und damit eine Bestätigung zu erfahren.
Und die Bestätigungen prasseln nur so auf dich herein. Klar – dein Ex ist ja auch toxisch!
Und wehe dir, du denkst im Großen und Ganzen, dass das Leben schwierig ist und jetzt alles den Bach runtergeht und alles zusammenkommt und Murphys Law und überhaupt!
Und besprichst das auch beim nächsten Kaffeeklatsch oder im Mütterforum. Am besten gleich mit ein paar Ausrufezeichen mehr und ordentlich Emotionalität, weil es dir ja wirklich schlecht geht.
Beepbeepbeep – ja, da kommen dann die Antworten auf der gleichen Frequenz zuhauf!
Das Auto verschluckt sich und springt nicht an.
Die Rechnung, die du übersehen hast, wird zum zweiten Mal angemahnt – und die damit automatisch versandte Email klinkt alles andere als verständnisvoll.
Deine Nachbarin geht hoch wie eine Haubitze wegen eines Missverständnisses.
Und du registrierst ALLES haargenau. Du wolltest Beweise? Da, bitte schön.
Die negative Gedanken-Autobahn wird unterdessen immer breiter. Mittlerweile dreispurig, mit breitem Notstreifen, perfekt geteert und ohne Geschwindigkeitslimit.
Bist du schon Mitglied in meinem Club der mutigen Mütter?
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Was wäre aber, wenn du dir im Kopf andere Fragen stellen würdest?
Zum Beispiel: „Wäre es nicht schön, wenn sich heute auf der Arbeit ein sehr inspirierendes Gespräch mit einem Vorgesetzten ergibt?“
„Was habe ich nur alles in den letzten 6 Monaten erreicht?“
„In welchen kritischen Situationen habe ich früher schon gute Lösungen und Auswege gefunden?“
„Welche Erfolge hatte ich im letzten Jahr im Job?“
„Was funktioniert gerade super in meinem Leben – wofür bin ich wirklich richtig, richtig dankbar?“
Stell dir andere Fragen, damit du andere Gedanken bekommst.
Das ist am Anfang natürlich mühselig im Gegensatz zur gut ausgebauten Autobahn („Aber der Ex, Heidi!!!!“)
Die Synapsen zwischen den positiven Gedanken müssen sich erst miteinander verbinden. Lang Vergessenes, was du schon einmal erreicht hast, muss erst wieder hervorgekramt und dir bewusst gemacht werden.
Ich erlebe es immer wieder mit neuen Mitgliedern im Club der mutigen Mütter, wie schwer sie sich anfangs damit tun, sich an frühere Erfolge zu erinnern, aber jeden noch so kleinen Fehler vor 5 Jahren bis ins klitzekleinste Detail wiedergeben können.
Deshalb reicht es hier nicht, diesen Blogartikel zu lesen, ihn kognitiv zu verstehen und danach wieder zur Tagesordnung und dem schnöden Alltag zurückzukehren, Sweetheart!
Das bedeutet Training, Training, Training!
Jeden Tag. Ab heute – ohne Aufschub.
Klavier spielen lernst du auch nicht dadurch, dass du einen Blogartikel liest oder Für Elise nur anhörst.
Also setz dich hin, nimm dein Journal heraus und gewöhne es dir an, deine Antenne auf das Schöne auszurichten, auf das Gute, deine Erfolge und deine Dankbarkeit, die du für deinen Lebensweg bereits erreicht hast.
Frage dich: Wie soll mein Leben in einem Jahr aussehen? Welche Erfahrungen will ich empfangen?
Wenn ich eines mittlerweile begriffen habe, dann das:
Das toxische Drama um uns herum ist eine Antwort auf unsere Antennen.
Je mehr wir daran arbeiten, diese negative Frequenz umzudrehen, umso mehr und mehr verblasst die Wichtigkeit, die wir den toxischen Aktionen des Ex in unserem Leben zuweisen.
Er wird uns immer egaler.
Und darum geht’s doch, oder?
Damit du schon bald nicht mehr Gedanken darüber verschwendest, was dein Ex alles in deinem Leben anstellen könnte (was du sowieso nicht kontrollieren kannst), sondern höchstens darüber, was alles Tolles in deinem Leben noch passieren wird, und du dafür Schritt für Schritt den Weg ebnest.
Allein, weil du es zuerst denkst, dann fühlst, und später auch erleben kannst.
Wenn du nicht weißt, wo und wie du anfangen sollst, unterstütze ich dich gerne dabei. Der Club der mutigen Mütter ist der beste Start dafür, denn dort stelle ich dir täglich eine Frage, die deine Aufmerksamkeit genau in diese Richtung lenkt.
Du lernst somit nach und nach, diese Methoden im wechselhaften Alltag beständig anzuwenden.
Wenn du dich ganz spezifisch und strukturiert mit dem Gedanken-Umprogrammieren beschäftigen willst, habe ich außerdem Power Brain Detox entwickelt. In dem Onlineprogramm habe ich spezielle Übungen und Aufgabenblätter und Audios für dich, die du bearbeiten und mit denen du gezielt und geführt in die innere Arbeit gehen kannst.
Falls du also lernen willst, die aktuell negative Gedankenwelt durch eine neue zu ersetzen, die dich ermächtigt und nicht mehr hilflos zurücklässt, dann setz dich gleich heute noch unverbindlich auf die Warteliste für den Club.
Wie stehst du zum Thema? Hast du selbst schon Erfahrungen damit gemacht, welchen Effekt deine Gedanken und deine Haltung auf ein bestimmtes Ergebnis hatten? Dann hinterlasse doch bitte unten einen Kommentar, damit die anderen Mütter auch eine Idee davon entwickeln können, wie das funktioniert. Merci!
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Bewusstsein schafft Realität! Ich möchte in diesem Zusammenhang einen Artikel empfehlen: „Synchronizität – die Sprache des Universums.“ Einfach den Satz so googeln, dann findet ihr es.
Ich habe es über die letzten 7! Jahre geschafft, mich positiv zu „programmieren“, aber das war ein langer Weg. Am Anfang, wenn man am Boden ist, erscheint es einem einfach nur lächerlich und direkt zynisch. Vor 7 Jahren ist mir durch einen Schicksalsschlag mein Leben in alle Richtungen zusammengebrochen, und ich dachte ganz kurz, dass es so nicht mehr lebenswert sei. Aber ich habe mich hochgerappelt, und jetzt ist es schön und lebenswert, und ich würde kein anderes Leben wollen. Die Synchronizität war u.a. der Schlüssel dazu. Inzwischen erwarte ich eigentlich nur noch Positives (nach dem Motto ich bin ein Glückskind), und wenn etwas (vermeintlich) Negatives geschieht, ist es meistens nur der Umweg zu etwas Besserem für mich. Früher habe ich dem Narz, der uns viel angetan hat und immer noch tut, innerlich alles Schlechte rauf und runter gewünscht. Inzwischen wünsche ich mir immer nur „das Beste für alle Beteiligten“, und das passiert auch. Es sind auch ganz viele tolle Sachen geschehen, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Ich lasse mich auch von anderen nicht mehr durch deren Negativität beeinflussen, sondern traue meinem Verstand, meiner Wahrnehmung und meiner Intuition. Ich gebe soviel ich kann, und den Rest lege ich in Gottes Hände oder in die Hände des Universums, je nachdem, wie es einem lieber ist. Und ich sehe genau hin und habe gelernt die Zeichen und Nachrichten zu deuten. Ganz wichtig ist auch, sein Ego immer raus zu halten und „im Sinne der Schöpfung“ zu handeln. Klingt alles sehr esoterisch – bin ich eigentlich gar nicht. Aber ich denke, das ist das Geheimnis, um zu einem guten Leben zu kommen! Für mich jedenfalls 🙂
Ich unterstreiche das zu 100%, was du schreibst, Gisela! ?❤️
Hallo Heidi
Ja, danke für diese Gedanken. Genau so ist’s. Ich bin immer wieder auf‘s Neue überrascht, was meine Ex für Hinterlistigkeiten ausdenkt. Aber ich denke und funktioniere eben nicht so wie sie.
Ein gutes Buch übrigens zu diesem Thema ist: Der Feind in meinem Kopf von Matthias Hammer.
Danke für diesen guten und wichtigen Artikel.
Dass das Drama an unserer eigenen energetisch-negativen Aura liegt, glaube ich aber nicht.
Gerade Empathinnen haben doch eher eine positive, liebevolle Aura und Ausstrahlung. Zu liebevoll und gutmütig oft …
Dieser Punkt leuchtet mir nicht ein. Ansonsten wie immer ein toller und treffender Text.
Liebe Sunflower,
ja, ich verstehe durchaus, dass das schwierig ist nachzuvollziehen. ? Ich meinte mit der negativen energetischen Aura die Erwartungshaltung und die Angst, die wir täglich vor uns hertragen, wenn wir unsere Gedanken ständig um die möglichen zukünftigen Missetaten des Ex kreisen lassen. Je mehr Sorgen und negative Gedanken wir uns machen, umso mehr vergiften diese Gedanken unser Energiefeld um uns herum.
Liebe Grüße
Heidi