Deine Einsamkeit überwinden mit diesen 6 verblüffend einfachen Fragen

Mrz 28, 2017 | 0 Kommentare

Jeder kennt das Gefühl der Einsamkeit. Für viele ist es ein Schreckgespenst, und oft hält es uns über die Maßen beim Partner in einer Beziehung, die eigentlich schon unerträglich geworden ist.

Manchmal habe ich so das Gefühl – besonders, wenn ich mich im Bekannten- und Verwandtenkreis so umschaue – dass gerade diejenigen, die nie alleine gewohnt haben und immer von einer in die nächste Beziehung gewechselt sind, besonders große Angst vor der Einsamkeit haben. Und alles Mögliche dafür tun, um sich nicht dem Risiko auszusetzen.

Ich kenne die Einsamkeit gut. Ich kannte sie schon aus einer Zeit, als ich in meinen Zwanzigern und Dreißigern hin und wieder Single war und natürlich auch seitdem ich alleinerziehend bin.

Und ja – das Gefühl ist wirklich scheiße. Es macht einen verwundbar und schwach, es zieht Energie und oft auch Lebensmut, es engt das Blickfeld ein und nährt den Boden für viel Selbstmitleid.

Für mich war die Einsamkeit immer das Schlimmste am Singledasein.

Vielleicht kriegen genau diesen Zustand „die Anderen“ mit, die dann denken „Oh je, wie schrecklich! Bloß nie so fühlen!“  Verständlich. Wenn man selbst drin steckt, braucht’s auch jede Menge Selbstreflektion, um wieder klar zu sehen.

Das ist mitunter ganz schön viel Arbeit und braucht Zeit.

Wenn man nicht die richtige Unterstützung hat, dann bedeutet das, sich selbst an den Haaren aus dem Gefühlssumpf wieder herausziehen zu müssen.

Trotzdem: Es geht. Wirklich.

Wie sieht es denn mit deinen Freundschaften aus? Eine Inventur.

Single zu sein bedeutet ja nicht automatisch auch einsam zu sein. Gerade in meinen Dreißigern, vor meinem Kind, hatte ich einen zwar nicht übermäßig großen, aber sehr guten Freundeskreis. Wir haben zusammen viel unternommen, haben uns mal unter der Woche in einer netten Location getroffen (geht immer gut in einer Großstadt) oder waren am Wochenende mit dem Motorrad unterwegs und hatten tolle Erlebnisse miteinander.

Nach der Beziehung zum Vater meines Sohnes sah das ganz anders aus. Zwischenzeitlich befand sich jeder in einer anderen Lebensphase, und wir hatten uns mehr oder weniger komplett aus den Augen verloren.

Ich musste außerdem erkennen, dass ich während der Beziehungszeit mehr die Freundschaften des Ex mitgepflegt hatte und meine Freunde bei der Freizeitplanung fast leer ausgegangen waren. Mein Ex war einfach schneller, was die Terminierung von Social Events anging. Und ich hatte nicht aufgepasst.

Als Alleinerziehende hatte ich dann den Salat. Ich war mutterseelenallein und fühlte mich entsprechend.

Wie sieht das bei dir aus? Welche Freunde gibt es, auf die du dich 100%ig verlassen kannst, und die es auch aushalten, dass du derzeit in einer Krise steckst?

Selbst wenn du ein schlechtes Gewissen hast, weil du dich in der Ex-Beziehung zu wenig um deine Freunde gekümmert hast – klopf einfach mal an und frage nach, ob Ihr Euch mal wieder treffen könnt. Du wirst schnell merken, ob es dir deine Freunde übelnehmen oder sich freuen, dass du dich wieder meldest.

Und was ist mit einem neuen Mann?

Ich nehme an, du kennst diese Erfahrung: Meine Strategien von früher, als ich noch Single ohne Kind war, funktionierten nicht mehr.

Erste Versuche auf Datingportalen können eine Mutter vor ganz neue Herausforderungen stellen – wie sich „spontan“ verabreden, wenn das kindfreie Wochenende erst wieder in zwei Wochen anstand? Sich spontan unter der Woche nach Feierabend treffen? Wie denn – etwa kurz vor Kita-Schluss?

Ein Babysitter für den Abend kann das begrenzte Monats-Budget auch ganz schön ausreizen, mal davon abgesehen, dass man erst mal jemanden finden muss. Und ohne Babysitter losziehen? Geht auch erst, wenn die Kinder größer sind und mit Feuer und Herd umgehen können (*schluck*).

Wobei ich es ja noch gut hatte – der Vater meines Sohnes kümmerte sich regelmäßig alle zwei Wochen um unser Kind.

Jetzt könnte man ja meinen: Prima, wenigstens kannst du alle zwei Wochen auf die Piste gehen. Das habe ich auch gemacht, sogar allein.

Richtig wohl fühlte ich mich aber stets nur dann, wenn auch sonst alles im Lot war.

War ich hingegen in einem Einsamkeits-Gefühlstief, hatten betonte Aktionen (jetzt erst recht!) auch immer etwas Verzweifeltes, und danach ging es mir sogar noch schlechter.

Nicht selten traf ich dann auf Menschen oder Umstände oder Situationen, die der schlechten Verfassung noch zusätzlich eins drauf gaben, ganz dem Gesetz der Anziehung entsprechend.

Wenn du dich einsam fühlst, bist du auch verletzlich. Du sehnst dich nach Vertrautheit, einer Schulter zum Anlehnen oder einem Spiegelgespräch (sei es nun mit einem Mann oder einer Freundin), aber deine Bedürftigkeit stößt auch viele ab.

Du ahnst es, hast aber gleichzeitig in deinem begrenzten Tunnelblick keine Idee, wie du das abstellen kannst.

Ich gewöhnte es mir an, mich in solchen Situationen zurückzuziehen und die Stimmung auszuhalten.

Denn das ist der große Vorteil, wenn man schon oft Single war und Einsamkeit kennt: Man weiß, es geht vorbei. Es ist nur eine unschöne Phase. Eine Begleiterscheinung der neu gewonnenen Freiheit, die man ja eigentlich hat.

Was wäre denn die Alternative?

Da ich meine Beziehung beendete, war ich also selbst schuld an meiner Misere. Oder, besser gesagt:

Ich konnte die Verantwortung für die Situation voll übernehmen und mich fragen:

 

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Wollte ich wieder dahin zurück, was vorher war, oder ist die aktuelle Einsamkeit ein akzeptables Preisgeld für meine Entscheidung? 

Ich kann dir versichern: Egal, wann immer ich einsam war – sobald ich mir die letzte Frage stellte, konnte ich den Druck der Einsamkeit besser aushalten.

OK, Einsamkeit ist scheiße – aber das Zusammensein mit dem Typ davor war tausendmal schlimmer.

Vielleicht kennst du ja auch Einsamkeit in einer Beziehung? Man lebt zusammen, aber eher nebeneinander her, und du hast niemanden zum Reden und Lachen und Spaß haben? Dann schon gleich richtig – wenn ich mich danach auch einsam fühle, finde ich es sogar authentischer, und es ist nicht mehr so verlogen wie in der Beziehung, die nur nach außen ein „Wir sind ein Paar!“ darstellte.

Nun gibt es aber auch Situationen, in die man ungewollt in die Einsamkeit gestoßen wird – wenn der Partner einen überraschenderweise verlässt oder gar stirbt. Dann trifft einen diese Erfahrung zusammen mit der Trauer gleich doppelt – und nicht von ungefähr sind das wohl die heftigsten Lebenskrisen, denen man sich ausgesetzt sieht.

Hier braucht es vor allem Zeit und Geduld und tiefes Verständnis von allen Seiten – auch von dir selbst – dass Trauerarbeit nun mal nicht von einem Tag auf den anderen erledigt ist.

Hol dir in diesem Fall jede Hilfe, derer du habhaft werden kannst: Freunde oder Bekannte, die dir eine Schulter oder ein Ohr angeboten haben, oder auch Sorgentelefone. Es ist unglaublich, wie fantastisch selbst fremde Menschen am anderen Ende der Leitung für Erleichterung sorgen, indem sie einfach nur gut zuhören können.

Falscher Stolz hilft dir jedenfalls nicht weiter, wenn deine Seele leidet.

Einsamkeit bietet auch Chancen

Ich habe diese Einsamkeits-Phasen in meinen Single-Lebensabschnitten stets zur inneren Einkehr genutzt. Du kennst wahrscheinlich diesen Spruch:

Niemand kann dich glücklich machen – außer du selbst!

Und das stimmt auch. Wenn wir uns also einsam fühlen und damit verbunden verdammt schlecht und mies und das Selbstmitleid uns zu übermannen droht – dann ab zur Nabelschau.

Am besten (hand)schriftlich, damit das Gedankenkarussell auch aufhört.

Dazu habe ich mir für dich 6 Coaching-Fragen überlegt, die dir helfen werden, dein Einsamkeitsgefühl zu überwinden:

  • Gab es Situationen in deiner Beziehung mit dem Ex, in denen du dich kreuzunglücklich und sehr allein gefühlt hast? Welche waren das konkret?
  • Was unterscheidet das Gefühl, das du damals hattest, von dem heute?
  • Wenn du selbst die Beziehung beendet hast: Falls du noch keine Liste der Gründe angelegt hast – spätestens jetzt ist der ideale Zeitpunkt dafür.
  • Erinnerst du dich an die ersten roten Lampen, die in dir angegangen sind, als du mit dem Ex zusammengekommen bist – und die du ignoriert hast? Schreib diese auf.
  • Wie kannst du verhindern, dass du je wieder an „so einen“ gerätst? Worauf willst du zukünftig achten?
  • Stell dir vor, du bist schon 3 Jahre älter. Welche Frau willst du dann sein? Wie willst du dich dann fühlen? Wirst du dann schon wieder einen neuen Freund haben? Wie wird dieser Mann sein?

Je detaillierter und lebhafter du dir dein Zukunfts-Ich vorstellst, umso wahrscheinlicher setzt du deine innere Veränderung in diese Richtung auch um.

Ich biete dir übrigens auch gerne an, dass wir gemeinsam deine Zukunft als Mutter und Frau im Rahmen eines Coachings erarbeiten. Sprich mich einfach an, wenn das für dich in Frage kommt.

Fazit:

Die Einsamkeit kommt – garantiert. Aber sie geht auch wieder. Und sie verschwindet schneller, wenn es dir in deinem Innern besser geht.

Weil du es dir erarbeitet hast.

Dann ist es auch vollkommen egal, ob es da einen neuen Mann gibt oder nicht. Ob Deine Freundin jeden Tag Zeit für dich hat oder nicht. Ob dich deine Kinder gerade nerven oder herzallerliebst sind.

Nur eins musst du mir und dir selbst versprechen: Niemals – wirklich niemals! – gehst du mit deiner ungelösten Aufgabe, die dir die Einsamkeit stellt, und mit deiner großen Bedürftigkeit in eine neue, abhängige Beziehung zu einem Menschen, den du nicht gut genug kennengelernt hast.

Du potenzierst damit nur das Problem in der Zukunft und wiederholst sehr wahrscheinlich sogar ein Muster deiner Vergangenheit.

Versprochen?

Alles Liebe für dich!

Heidi

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