10 kostbare Zeitmanagement-Tipps für gestresste Single Mütter

Feb 27, 2018 | 0 Kommentare

Hast du dich schon einmal mit einem optimalen Zeitmanagement befasst – und zwar für dich als Single Mom? Nein? Dann ist dieser Artikel für dich.

Ja, auch wenn du dich jetzt fragst, ob Zeitmanagement nicht zu „businessmäßig“ ist.

Klar kommen die gängigen Regeln und Prinzipien aus der Businesswelt, in der Manager alle Nase lang tagsüber unterbrochen werden und manchmal kaum einen klaren strategischen Gedanken fassen können.

Also genau so wie wir Single Moms!

Mit dem Unterschied, dass wir 24 Stunden an 7 Tagen der Woche schauen müssen, dass wir alles in der uns zur Verfügung stehenden Zeit wuppen können. Und nicht nur in einem einigermaßen überschaubaren Businesskontext von ca. 50 – 55 Stunden in der Woche.

Ja, bitte vergleiche das, was du am Tag arbeitsmäßig schaffst, ruhig mit dem Job eines Top-Managers.

Deshalb können wir uns auch ein paar Sachen von ihnen abgucken und auf unseren Alltag ummünzen.

Ich habe mal die 10 wichtigsten Punkte zusammengefasst, die mir selbst unglaublich helfen, mein Arbeitspensum zeitlich besser zu strukturieren. Es steht dir natürlich frei zu überlegen, welche davon du auch auf deinen Job überträgst – denn schließlich ist es „dein“ Tag, auch wenn du deine Zeit per Arbeitsvertrag quasi vermietest.

Es liegt an uns, ob wir uns gut fühlen, weil es gerade „flutscht“, oder ob wir gefrustet sind, weil wir unser Tagespensum überhaupt nicht geschafft haben, die Bügelwäsche sich stapelt, die Wollmäuse herumfliegen und das Essen auf dem Tisch wieder vom Mäcki kommt.

Hier sind meine besten Tipps:

1) Werde dir zuallererst klar darüber, welche Werte dir wichtig sind in deinem Leben.

  • Ist dir Sauberkeit und Ordentlichkeit extrem wichtig?
  • Legst du großen Wert auf deine Weiterentwicklung?
  • Sind dir deine Kinder und die richtige Erziehung sehr wichtig, liest du dazu viel und bist sehr engagiert?
  • Ist es dir wichtig, was deine Nachbarn über dich sagen oder denken?
  • Ist dir größtmögliche Unabhängigkeit im Rahmen deiner Möglichkeiten wichtig?
  • Wie wichtig sind Sport und eine ausgewogene Ernährung für dich?
  • Spielen Haustiere in deinem Leben eine große Rolle?

Alle Werte, die du auflistest, bringst du anschließend in eine Reihenfolge von sehr wichtig bis weniger wichtig.

 

2) Sag dem Perfektionismus unbedingt Leb wohl, Adieu und Tschüssikowski.

Das muss sein, glaub’s mir. Perfektion bringt dich null weiter und macht dich auf Dauer nur unglücklich. Du bekommst keine extra Anstecknadel für gute Putzdienste trotz Job und drei Kindern.

 

3) Lass liegen.

Frage dich: Was wird passieren, wenn ich das jetzt nicht tue? Wie werde ich mich fühlen? Kann ich es für mich akzeptieren, dass ich Dinge nicht tue?

 

4) Mach eine Liste aller Aufgaben, die du im Laufe der Woche zu tun hast.

Hinter jeder Aufgabe fragst du dich:

  • Kann nur ich das machen?
  • Wem könnte ich die Aufgabe übergeben?
  • Bis wann muss die Aufgabe allerspätestens erledigt sein?
  • Und – ganz wichtig: Zu welchem meiner Werte gehört diese Aufgabe?

So – spätestens an dieser Stelle kommen deine Kinder ins Spiel. Hier wird knallhart die Arbeit verteilt. Ich muss dir sicher nicht erzählen, dass deine 8jährige schon den Tisch decken und abräumen und auch schon mal die Wäsche nach Farben sortieren kann.

Mein 9jähriger liebt es z.B., Fenster zu putzen und den Boden feucht zu wischen mit dem Wischmop. Danach halte ich mich immer an Regel Nr. 2.

 

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5) Alle Aufgaben, die nur du erledigen kannst, trägst du gleich in deinen Terminkalender ein.

Du machst das am besten gleich am Montagmorgen für die ganze Woche.Alles, was terminiert ist, wird nicht vergessen und bekommt einen Zeitrahmen zugemessen. Dein Kopf weiß also: Für diese Aufgabe habe ich anderthalb Stunden Zeit.

Gewöhne dir an, bestimmte Alltagsaufgaben wie Wäsche waschen immer an bestimmten Tagen in der Woche oder zur gleichen Uhrzeit zu machen. Alles, wofür du eine Routine hast, belastet nicht mehr deinen Kopf.

 

6) Gleichartige Aufgaben fasst du zusammen und erledigst sie in einem Zeitblock

Eigentlich logo. Unterschätze nicht die „Ramp-up“ Zeit, die eine Aufgabe braucht, um vorbereitet zu werden – sei es das Zusammenstellen der Putzmittel, das Hin- und Herfahren für diverse Besorgungen oder das Zusammensuchen von Informationen, wenn du die Haushaltsfinanzen durchgehst.

 

7) Lege Dir bestimmte Kategorientage fest.

Bei mir ist z.B. immer der Donnerstag mein Finanzentag. Hier kümmere ich mich um allfällige Überweisungen, meine Haushaltsbudget, überprüfe meine Konten.

Früher war der Samstag immer mein Haushaltstag, das mache ich aber nur noch, wenn mein Sohn da ist. Ich habe festgestellt, dass es wichtig ist, dass mein Kind mitbekommt, wenn geputzt wird.

Sonntags ist meine Zeit für meine persönliche Entwicklung. An dem Tag lese ich viel oder gehe einen Onlinekurs durch. Halt in dem Rahmen, was möglich ist, wenn der Junge da ist oder ich kindfrei habe.

An den anderen Tagen habe ich meine spezifischen Businesskategorien. Also falls du dir im Job in mehreren Bereichen Gedanken machen musst, macht es unbedingt Sinn, dass du dir ebenfalls spezifische Tage pro Kategorie überlegst.

Es ist äußerst wohltuend fürs Gehirn, wenn du eine solche Struktur hast und die Aufgaben entsprechend auf bestimmte Tage gruppierst – und nicht alles kreuz und quer kommt und dich immer wieder ins Stocken und in die Verwirrung bringt.

 

8) Keine zusätzlichen Hobbies, wenn du kein Land siehst!

Denk dran: Ein Hund ist ein Hobby! Jedes andere Haustier übrigens auch. Und wir wissen wohl beide, bei wem letztlich die Arbeit hängenbleiben wird, oder?

Ich habe in einem Gastartikel für Ilse Lechner auch schon einmal über die besten Keep it simple-Tipps geschrieben, und diese Regel ist nachwievor gültig.

Diese Regel kannst du auch gleich auf deine Kinder ausdehnen. Wenn du integraler Bestandteil (sprich Fahrdienst) der Hobbies deiner Kinder bist, überlege dir genau, wieviel du davon in deinen eigenen Kalender packen willst.

 

 

9) Bereite vor, was geht.

Ich schreibe z.B. meine Blogartikel in der Regel zwei Wochen im Voraus. Kommt irgendwas dazwischen, läuft es trotzdem weiter.

Warte nicht, bis wichtige Aufgaben zur non-plus-ultra High Priority werden, die dich dann maßlos stressen, sondern schau, dass du sie so früh wie möglich in deinen Kalender packst.

Klar kommt immer mal wieder etwas Unvorhergesehenes hoch – hey, so ist das nun mal im Leben.

 

10) Nur eine größere Aufgabe am Tag

Entspann dich. Du musst nicht 5 große Hämmer am Tag erledigen, die dich schon stressen, wenn du nur in deinen Kalender schaust!

Schau, dass du deine tägliche Hauptaufgabe dahingehend auswählst, die einen hohen Wert von dir repräsentiert bzw. wenn du sie erfüllt hast dich sehr befriedigt.

 

Fazit

Wenn du merkst, dass du am Rad drehst, frage dich immer: Ist mir das jetzt wichtig oder ist es wichtig für die Kinder?

Kein Kind braucht eine gestresste Mutter.

Ich habe übrigens selbst gemerkt, wieviel gelassener ich im Alltag wurde, seitdem ich mehr Struktur in meine Planung gebracht habe. Jetzt habe ich zwar nur ein Kind und einen Hund, aber ich fühle mich definitiv nicht gestresst und achte auch sehr darauf, dass mein Terminkalender übersichtlich bleibt.

Je mehr Kinder du hast, umso mehr solltest du dich in das Thema Zeitmanagement einfuchsen. Das ist auch durchaus für die Kinder von Vorteil, wenn sie früh zu selbstständigem Mitarbeiten herangezogen werden!

Da ist selbst bei uns daheim noch jede Menge Luft nach oben.

Was sind deine Erfahrungen? Ich freue mich über deinen Kommentar weiter unten!

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