Dieser EINE Schlüssel, den du für dein Weiterkommen brauchst … und der zugleich der schwierigste ist: Loslassen können

In den letzten knapp 10 Jahren, seitdem ich als Online-Coach unterwegs bin, hat sich ein wiederkehrendes Muster auf unserer Reise als Mutter mit einem toxisch-narzisstischen Ex-Partner herauskristallisiert – eben jenes „Loslassen können“.
Was heißt das eigentlich? Und was bedeutet das für dich persönlich? Das möchte ich dir in diesem Artikel gerne darstellen, damit du eine Idee davon bekommst, wo du ganz individuell für dich hinschauen kannst.
Dabei bist du schon eine wahre Profifrau, was das Loslassen angeht, oder etwa nicht?
Wenn du bereits seit einiger Zeit von deinem Ex getrennt bist, dann hast du schon einmal etwas sehr Bedeutsames für dich losgelassen: Deine Träume, die du als jüngere Frau mit diesem Mann hattest. Alle deine Vorstellungen von Familie und eventuell Haus, Garten, Hund und dem gemeinsamen Altwerden.
Vorstellungen, die von unzähligen Disney-Filmen in deiner Kindheit genährt wurden – und vielleicht noch von diversen Belletristik- und Klischeeromanen, die du als Zwanzigjährige verschlungen hast… *hüstel*
War dein Elternhaus schon nicht stabil, dann lag in diesen Träumen ganz viel Hoffnung, es mit diesem Mann besser hinbekommen zu können als die Ursprungsfamilie.
Die Zeit der Trennung – wenn man es dann auch geschafft hat, endlich auszuziehen – ist eine Phase der Trauer, denn diese Träume werden dann sprichwörtlich begraben.
„Nicht mit diesem Mann.“ stellt das Herz fest.
Diese bodenlose Enttäuschung, die sich auftut, ist genau das: Die Täuschung, auf Basis dessen du deine Hoffnungen und Träume auf diesen Mann projiziert hast, wird klar. Du bist ent-täuscht.
Dann geht es weiter: Der Mann zeigt sich von einer Seite, die du zuvor in dieser Wucht niemals wahrgenommen hast. Er agiert bodenlos gemein, rücksichtslos und teilweise voller Hass und Rache auf dich. Er fängt an, das gemeinsame Kind als Druckmittel zu benutzen, und du verstehst die Welt nicht mehr.
Auch hier lernst du, loszulassen. Loszulassen von deiner Vorstellung eines guten Partners und Vaters, der genau wie du das Kind von allem Harm fernhalten möchte.
Das ist ein harter Brocken und sehr, sehr schwer. Wenn du genau da noch stehst, dann lass mich dich hier herzlich in den Arm nehmen. Lass mich dir aber auch versichern, dass du damit umgehen lernst. Und weiter unten beschreibe ich dir auch, was da noch auf dich wartet!
Dann kann es sein – je nach Toxizität und psychischer Störung deines Ex – du im Familiengericht „beweisen“ musst, dass du der Elternteil bist, der die Interessen des Kindes im Blick hat und so viel Schaden wie nur eben möglich aus dessen Kindheit fernhalten will.
Und on top haben auf einmal deine Freunde keine Zeit mehr, und du bekommst mit, dass sie dir gegenüber nicht mehr neutral sind. Vielleicht hat dein Ex sie ebenfalls bereits auf seine Seite gezogen und dich als die „Durchgedrehte“ dargestellt.
Auch hier wirst du ent-täuscht: Deine bisherige Überzeugung, dass bestimmte Personen dir gegenüber loyal sind, dich mögen und dir mit Rat und Tat zur Seite stehen – so wie du es früher bei ihnen gemacht hast – stimmt auf einmal nicht mehr.
Das heißt für dich: diese Menschen loszulassen und nicht mehr darum zu betteln, dass sie dich verstehen und sich dir gegenüber loyal zeigen und dir helfen.
Und im Familiengericht kann es nun durchaus passieren, dass der Richter/die Richterin dir nicht unbedingt folgt und anderer Meinung ist und sogar meint, dass das kleine Kind beim toxisch-narzisstischen Ex besser aufgehoben ist.
Es folgt die größte, massive Ent-Täuschung: Du siehst dich auf einmal in der unfassbaren Situation, dass du den Glauben an ein gerechtes Gerichtssystem, an Recht und Ordnung, loslassen musst. Denn obwohl der Ex besonders aggressiv und fordernd auftritt und es doch auf der Hand liegt, dass das Kind leidet und zerrissen ist – die anderen, die auf einmal das Sagen haben, sehen das nicht (oder wollen es nicht sehen).
Die Dynamik, die danach entstehen kann, fordert die nächste deiner Überzeugungen heraus: dass ein Verfahren, wenn du nur alles richtig machst, auch gut und erfolgreich endet.
Denn so kanntest du es vielleicht bislang von dir: Du hast fleißig gelernt und geübt – und den Abschluss gemacht. Du hast das Projekt nach Lehrbuch geführt – und es erfolgreich und im Zeitplan beenden können.
Diese Denke funktioniert aber in dieser Lebensphase nach der Trennung von einem toxischen Ex nicht mehr. Deine Überzeugungen werden auf den Kopf gestellt, und die Dynamik zwingt dich geradezu, dich damit auseinanderzusetzen und sie zu hinterfragen.
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Und genau da wartet eine Falle auf dich:
Es ist vollkommen verständlich, dass sich im Anschluss an unangenehme Erlebnisse, wenn deine bislang verlässliche Ratio sich bemüht, die Situation zu analysieren, folgende neue Überzeugungen in dir bilden:
„Die Männer sind alle schlecht.“
„Man kann niemandem mehr vertrauen.“
„Das Gerichtssystem ist ungerecht.“
„Die Gesellschaft ist mütterfeindlich.“
„Mein Kind ist für immer verloren.“
Die Falle, die hier auf dich wartet: In die Verbitterung zu gehen und innerlich aufzugeben mit dem Gedanken: „Ich bin hilflos und ein Opfer.“
Du findest solche Mütter dann zuhauf in diversen Foren. Stehst du noch ganz am Anfang, vielleicht sogar noch vor deinem Gespräch mit dem Ex, dass du die Ehe beenden willst, können dir die Meinungen solch verbitterter Mütter eine Heidenangst machen.
Oder du kannst dann leicht ihre Überzeugungen übernehmen – obwohl du diese Erfahrungen noch gar nicht gemacht hast!
Das Gefährliche dabei ist, dass dein Gehirn bei allen Gedanken, die du denkst, nach Beweisen sucht.
Wenn du also die Gedanken von oben immer wieder nährst, dann wirst du dazu auch stets Beweise finden!
Du musst daher aufpassen wie ein Schießhund, welche Überzeugungen sich gerade in dieser heißen Phase in dir breitmachen.
Um auf das Thema dieses Blogartikels wieder zurückzukommen:
Ja, du lernst unweigerlich, alte Überzeugungen loszulassen, sobald du die toxische Beziehung zum Vater deines Kindes beendest. Und je nachdem, wie tief verwurzelt diese Überzeugungen gewesen sind, braucht es auch eine gewisse Zeit, bis du sie deutlich siehst und dann verabschieden – sprich loslassen – kannst.
Dieser Loslassprozess braucht ganz viel Liebe – und zwar Liebe, die du dir selbst gegenüber gewährst.
Nota bene: Du brauchst dafür keinen anderen Menschen, der dir das sagt – es reicht voll und ganz, wenn du selbst mit dir sprichst!
Nicht mit Sätzen wie „Ich war ganz schön dumm!“ sondern: „Ich habe geliebt und daran geglaubt. Jetzt darf ich diesen Glauben meines jüngeren, unreifen Ichs loslassen und wachsen.“
Ich weiß, dass das ein Prozess ist, der beliebig lang sein kann. Dieses tiefe Verständnis für dich selbst, diese Klarheit kommt nicht mit Wissen über Narzissmus und How-To-Anleitungen. Dein Selbst muss dahin erst noch „reifen“, und das geschieht Schritt für Schritt entlang deines Wegs.
Genau aus diesem Grund verlangt diese Lebensphase einer Mutter alles ab: Alle diese Ent-Täuschungen, die sich innerhalb eines Jahres in Rekordzeit zeigen, muss man erst einmal verdauen können.
Was wäre die Alternative? In der toxischen Beziehung zu verbleiben?
Nein.
Denn ein Verbleiben in der toxischen Beziehung lässt dich erstarren. Hast du den ersten wilden Denkumsturz nach der Trennung aber überstanden, dann öffnen sich unzählige Türen, von denen du heute nicht die blasseste Ahnung hast.
Was machst du jetzt mit all dem?
Bist du schon Mitglied in meinem Club der mutigen Mütter?
Sei Teil einer exklusiven Gemeinschaft und lerne, die Wellen souverän zu nehmen, die der Ex immer wieder aufwirft.
Unterm Strich: Bleib im Vertrauen.
Ja, die alten Überzeugungen darfst du entsorgen. Sie haben dich dahin geführt, wo du jetzt stehst. Es müssen also neue her, die dich jetzt weiterbringen – und bitte nicht verbittern lassen.
Nur jetzt keine Hektik. Zwischen dem Entsorgen der alten, hinderlichen Glaubenssätze über die ewige, romantische Liebe / immerwährende Freundschaften / den Gutglauben an die Legislative und neuen Überzeugungen, die dich eine Stufe höher entwickeln lassen, entsteht ein wertvoller, freier Raum.
Dieser Raum ist leer. Wohltuend leer. Hier kannst du erst einmal durchschnaufen und atmen, bevor du ihn mit neuen Überzeugungen füllst.
In diesem leeren Raum wirst du dir leichter bewusst, was sich da Neues in deinem Kopf festsetzen darf.
Du hältst übrigens diesen kostbaren Raum, indem du neugierig wirst.
„Jetzt bin ich aber mal gespannt, was sich daraus für mich entwickelt.“ wäre so ein neugieriges, vor allem neutrales Statement.
Wir erkennen erst in der Rückschau, wie wertvoll für unser inneres Wachstum bestimmte Situationen gewesen sind.
Mit diesem Satz oben hältst du den Raum, bevor du mit „gut“ oder „schlecht“ bewertest. Er drückt auch eine Zuversicht aus, dass sich dir alles noch zeigen wird.
Womit füllst du dann die Leere?
Du hast alles in der Hand, was danach in den von alten Überzeugungen geräumten Platz im Kopf und im Herzen einziehen darf.
Ich kann dir mit dem Club der mutigen Mütter einen Ort zur Seite stellen, in dem du neue, dir guttuende Überzeugungen aneignen kannst. Wir trainieren das z.B. jeden Monat mit unserem Manifest. Darin sind 17 Gedanken formuliert, die mutige Mütter weiterbringen können, wenn sie wollen.
Ganz zu schweigen von unserem Müll-Mittwoch – der Tag der Woche, an dem mit Herzenslust schädliche Gedanken und Erlebnisse entsorgt und schließlich losgelassen werden.
Fühl dich herzlich eingeladen, meine Liebe.
Denn einen ziemlich hinderlichen Glaubenssatz, der den Kummer und das Leid unnötig verlängert, darfst du zuallererst loslassen: Dass du durch den toxischen Wahnsinn alleine durchgehen musst.
Was hast du denn mittlerweile bereits losgelassen, hmmm? Schreib es mir gerne in die Kommentare unten, das hilft auch anderen Müttern weiter.
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