Was du tust, wenn dein toxischer Ex gar nicht antwortet

Wenn Emails zur Dauerbelastung werden – oder plötzlich Funkstille herrscht
Das Drama und der damit verbundene Stress, den viele Mütter mit einem toxischen Ex im Alltag erleben, steigt proportional zur Anzahl der täglichen Emails, die im Postfach landen. Man fragt sich automatisch, wann diese Männer überhaupt arbeiten können, wenn jeden Tag ein bis zwei langatmige Emails mit Vorwürfen und Drohungen formuliert werden.
Der Stoßseufzer gen Himmel dieser Mütter: „Lass es endlich aufhören!“
Aber auch das Gegenteil – absolute Funkstille am anderen Ende – kann stressen. Nämlich immer dann, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht.
Dabei ist die anstehende Urlaubsplanung, die ja auch mit den Businessanforderungen deiner Firma und den KollegInnen abgeglichen werden muss, nur ein Aspekt – wenn auch alle Jahre wieder ein großes Thema.
Aber was tust du zum Beispiel, wenn es um die Anmeldung im Kiga oder der weiterführenden Schule geht? Oder – noch wichtiger: um die Anmeldung für einen Hortplatz, damit du arbeiten gehen kannst (denn davon hat er ja nichts)?
Und auch, wenn für das Kind eine wichtige Operation ansteht – und er rührt sich nicht?
Was ist eigentlich schlimmer?
Ich hätte in diesem Zusammenhang hier eine Huhn-oder-Ei-Frage für dich:
Was ist schlimmer: Von ihm mit sinnlosen Aktionen beschäftigt zu werden (z.B. Hunderte von Emails beantworten, diese ggfs. an den Rechtsbeistand weiterleiten, tagelang an den Vorwürfen herumkauen) oder in der Luft zu hängen?
Das hängt natürlich jetzt von deinem Typ ab – und wie du dich bislang auch selbst identifiziert hast.
Bist du stets „unter Strom“, gehetzt, chaotisch unterwegs – dann weiß das auch dein Ex und ich wette, dass du in diesem Fall eher mehr als weniger Emails bekommst.
Bist du dagegen planend, strategisch, auch eher kontrollierend unterwegs – dann kriegt er dich mit Funkstille.
Hab ich Recht oder ist diese Vermutung in deinem Fall nicht haltbar? Schreib mir dazu gerne weiter unten in die Kommentare – ich bin neugierig!
Warum dein toxischer Ex genau so handelt, wie er handelt
Kontrolle und Energieentzug als zentrales Motiv
Bei einem toxisch-narzisstischen Ex-Partner geht es immer um Kontrolle und Energie – in Form von Emotionen–Absaugen.
Dein Ex kennt dich sehr, sehr gut. Also, wenn ich davon ausgehe, dass Ihr ein paar Jährchen zusammengelebt habt – oder zumindest eine heiße Love-Bombing-Kennenlernphase, in der du ihm dein Innerstes gezeigt hast und er wirklich weiß, wie du tickst – dann spielt er jetzt seine Karten aus.
Er lässt dich zappeln, wenn du vorankommen willst.
Er hält dich beschäftigt, während du Müh und Not hast, deinen Alltag in den Griff zu bekommen.
Im Kern geht es darum: „Ich bin der Boss – du darfst ohne meinen Goodwill nicht glücklich werden, erst recht nicht glücklicher als ich!“
Er kontrolliert mit seinem Verhalten deine Emotionen.
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Warum „Er soll damit aufhören!“ nicht funktioniert
Wenn du das stoppen willst, dann funktioniert es nicht mit: „Er soll damit aufhören!“
In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass du dir dessen bewusst wirst, welche Mechanismen da am Werk sind.
Er zwingt dich nämlich mit seinem Verhalten dazu, näher hinzuschauen.
Denn beide Situationen – das Beschäftigthalten als auch das entnervende Schweigen – halten dich im Stillstand, aus dem du dich nur befreien kannst, wenn du deine Haltung und deine Denkweise dazu veränderst.
Raus aus dem Blick nach außen – rein in deine Selbstführung
Wenn du schon alles probiert hast, was dir im „Außen“ empfohlen wurde – was oft in Richtung Manipulation geht, auch „Taktik“ genannt – und es hat nicht funktioniert, dann lade ich dich ein, es mit einem anderen Weg zu probieren, den ich dir wärmstens ans Herz lege:
Mit dem Umschwenken des Fokus auf ihn und auf das, was er gerade tut oder halt nicht tut, hin zu dir.
„Was möchte ich tun?“
„Was wünsche ich mir für mich?“
„Was kann ich kontrollieren?“
Was du wirklich kontrollieren kannst – und was nicht
Eins ist klar: Du kannst ihn nicht dazu bringen, das zu tun, was du willst. Das kannst du übrigens bei den wenigsten Personen, höchstens bei willigen Untergebenen oder deinem kleinen Kind. Aber damit hört es auch schon auf.
Du kannst nur darüber entscheiden, was DU tun willst:
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Die Emails vom Anwalt oder der besten Freundin zuerst lesen lassen. Oder die Antworten mit Hilfe von DEXKADIMA®’s Queenie ratzfatz und unbehelligt beantworten lassen.
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Deadlines für seine Antwort klar kommunizieren und danach einfach selbst handeln, zur Not seine Zustimmung bei Gericht ersetzen lassen.
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Alleinige Sorge beantragen, wenn er sich überhaupt nicht an wichtigen Entscheidungen beteiligt.
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Den parallelen Elternalltag leben: Dein Haus – deine Regeln, sein Haus – seine Regeln.
Allein der letzte Punkt bringt schon enorme innere Ruhe mit sich – und du lässt los.
Wenn Loslassen nicht geht
Wenn du bei all diesen Zeilen denkst: „Aber das geht in meinem Fall nicht, weil…“ dann ist das ein sicherer Hinweis für mich, dass du einen oder zwei bestimmte Glaubenssätze in dir nährst, die dir im Moment die Steine in den Weg legen.
Und weshalb du das Gefühl hast, nicht weiterzukommen, weil du dich in der Tat im Kreis drehst.
Bist du schon Mitglied in meinem Club der mutigen Mütter?
Sei Teil einer exklusiven Gemeinschaft und lerne, die Wellen souverän zu nehmen, die der Ex immer wieder aufwirft.
Alltagssituationen souverän lösen
„Aber Heidi, wenn ich den Urlaub und den Flieger buche, und er gibt mir kein OK vorher, dann kann ich doch nicht davon ausgehen, dass das alles funktionieren wird?“
Das kannst du übrigens auch nicht, wenn er dir sein OK anfangs gegeben hat und er es sich kurzfristig anders überlegt. Leider.
Ein toxischer Ex ist immer für unvorhergesehene, negative Überraschungen gut.
Deine Aufgabe ist es in dieser Lebensphase, das Beste draus zu machen – und das tust du, wenn du dich auf dich konzentrierst und eben nicht auf ihn.
Konkrete Beispiele für dich
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OP steht an und er reagiert nicht? → Ab zum Anwalt, Unterschrift ersetzen lassen.
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Ferienaufteilung ohne Antwort? → Fair planen, mitteilen, Plan B haben.
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Schule, Zähneputzen, Handyzeiten? → Deine Regeln in deinem Haushalt.
Alte Glaubenssätze erkennen und auflösen
Es wird für dich sehr spannend sein, deine uralten Überzeugungen zu entdecken und aufzulösen. Dahinter erwartet dich große mentale und damit auch emotionale Freiheit und richtig wichtige, wegweisende Ahas!
Das zentrale Werkzeug, was ich dir in diesem Fall von Herzen empfehle, ist mein DEXKADIMA®-Programm. Du kannst auch gerne in den Club der mutigen Mütter kommen, in dem ich dich täglich daran erinnere, den Fokus auf dich umzuschwenken und nicht auf ihn zu belassen.
Deinen Scheinwerfer umschwenken
Narzissten brauchen das Scheinwerferlicht auf sich gerichtet, um sich mächtig zu fühlen. Du aber stehst hinter deinem Scheinwerfer und lenkst ihn selbst!
Ist der Scheinwerfer dagegen auf dich gerichtet, wird alles heller in dir, und bei weitem viel klarer und auch ruhiger.
Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit innerer Arbeit. Und die, meine Liebe, kann ich dir mit keinem „heißen Tipp“ abnehmen. Ich kann dir nur dabei helfen, den schweren Scheinwerfer herumzuschwenken.
Wie ist das denn bei dir? Hinterlasse mir gerne deinen Kommentar unten – damit hilfst du auch den anderen Müttern sehr! Merci!
Mehr über mich
Ich bin Heidi Duda, Online-Coach und Autorin, und seit 2017 begleite ich Mütter, die mit einem toxischen Ex-Partner die Elternschaft stemmen müssen. Meine Mission ist es, Mütter zurück in ihre Stärke finden zu lassen – damit sie starke Kinder großziehen können.
Wenn du mehr Impulse und Unterstützung möchtest, folge mir gerne auf YouTube und Instagram.
Das passende YouTube Video findest du HIER.
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