Warum du dich nicht schämen musst – und was das alles mit deiner Stärke zu tun hat

Hier kommst du zur passenden Folge auf YouTube: https://youtu.be/hWWnVjwEFQY
Worum es hier geht (und warum dich das erleichtern wird)
Liegst du nachts wach und fragst dich, wie ausgerechnet dir das passieren konnte? Wie du auf so einen Mann hereinfallen konntest? Dann ist dieser Beitrag für dich. Ich möchte dir eine ganz andere Perspektive auf deine Scham und deine Schuldgefühle schenken – eine, die dir hoffentlich eine Riesenlast von den Schultern nimmt. Wortwörtlich übrigens…
Am Ende wirst du verstehen, warum es nicht deine Schwäche war, die dich in diese Beziehung geführt hat, sondern deine Stärke. Und du bekommst eine ganz konkrete Übung an die Hand, mit der du diese alte, schwere Last endlich loslassen kannst.
Kennst du diese Nächte?
Kennst du das? Es ist mitten in der Nacht, du liegst wach, und im Kopf dreht sich dasselbe Karussell: „Wie konnte mir das nur passieren? Wie bin ich bloß auf diesen Mann hereingefallen? Ich hätte es doch wissen müssen.“ Und vielleicht bist du sogar eine Frau, die es „eigentlich“ hätte wissen müssen – weil du Psychologie studiert hast, als Mediatorin arbeitest, als Rechtsanwältin, als Ärztin oder als Therapeutin. Und dann sitzt du da und denkst: Ausgerechnet ich.
Ich kann dir versichern: Du bist nicht die Einzige. Ganz und gar nicht. Ich war nämlich selbst mal genau an diesem Punkt. Ich hatte schon als Coach gearbeitet, bevor ich den Vater meines Sohnes kennenlernte, ich kannte die Theorie – und trotzdem habe ich später oft gedacht: Ich hätte das wissen müssen. Es gab Hinweise. Deutliche Hinweise sogar. Und ich habe nicht danach gehandelt.
Du bist nicht die Einzige – auch wenn du es gerade glaubst
Und genau das ist das Gefährliche an Scham und Schuld: Sie sorgen dafür, dass du dich zurückziehst. Dass du dich nicht mehr traust, darüber zu sprechen.
Nimm nur einmal das Helfersystem: Wenn du als studierte Expertin versuchst, jemandem klarzumachen, dass dein Ex eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, dann erntest du nicht selten befremdliche Blicke. Oder so einen Satz: „Ja, aber wie konnte es denn dann dazu kommen, dass Sie mit diesem Mann zusammengekommen sind?„
Und zack – da ist er wieder, dieser Satz, den du insgeheim sowieso schon denkst. Das verunsichert dich noch mehr. Oder du rutschst in die Rechtfertigung. Und Rechtfertigung, meine Liebe, die hält dich klein und schwach.
Genau da möchte ich dich rausholen.
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Und jetzt kommt die Wahrheit, die alles verändert
Denn eins möchte ich dir unbedingt klarmachen: Du hast dir deinen Beruf nicht ohne Grund ausgesucht. Die Mütter, mit denen ich arbeite, sind durchweg Frauen mit einem extrem großen Mitgefühl. Frauen, die helfen wollen. Anwältinnen, Mediatorinnen, Lehrerinnen, Sozialpädagoginnen – und auch die fähigsten Frauen in den Unternehmen, die es weit gebracht haben. Solche Wege sucht man sich nur dann aus, wenn man eine besondere Stärke mitbringt: die Stärke, anzuleiten, zu helfen, Verantwortung zu übernehmen, loyal zu sein.
Und mit genau diesem Grundmuster bist du irgendwann diesem Mann über den Weg gelaufen. Dein Verantwortungsbewusstsein, deine Loyalität, dein Mitgefühl – das ist genau das, was ihm gefehlt hat. Und deshalb konnte er andocken.
Das ist wie das Schlüssel und Schloss-Prinzip: Du hattest die Fähigkeiten, die er nicht hat und die er – vielleicht sogar unbewusst – gesucht und gebraucht hat.
Und dann kam diese erste Phase, die du wahrscheinlich kennst: das Lovebombing.
Betrachte das einmal ganz nuanciert: Denn in dieser Phase wurde dir ein Bild von dir gezeigt, das du tatsächlich bist. Etwas Grandioses. Weil du eine grandiose Person bist, meine Liebe – du hast dich früher vielleicht nur selbst noch nicht so gesehen… Und dann kommt dieser Mann und spiegelt dir, wie großartig du bist, weil du all das hast, was ihm fehlt. Und du bist einfach nur geflasht… So ging es mir jedenfalls.
Weil dir das vorher vielleicht noch nie jemand so gezeigt hat. Nicht mal deine Eltern.
Und wer, bitte schön, kann es dir da verdenken? Wir alle wünschen uns doch nichts sehnlicher, als geliebt zu werden, so wie wir sind.
Also halten wir eins ganz klar fest: Es ist nicht deine Schuld. Du warst nicht schwach in dem Moment – ganz im Gegenteil, du warst in deiner vollen Stärke, als du diesen Mann kennengelernt hast.
Warum ausgerechnet du?
Weil diese Lektion gelernt werden wollte, deshalb. Und gerade wenn du ihn in jüngeren Jahren kennengelernt hast, als du dich vielleicht noch nicht so intensiv mit deinem Selbstwert beschäftigt hattest, dann musste es fast zwangsläufig irgendwann zu so einer Beziehung kommen. Weil dieser Mann dich jetzt dazu zwingt, ganz genau hinzuschauen.
Und das ist – so verrückt das klingt – gar nicht mal so schlecht. Zum Trost für dich: Wäre es dieser Mann nicht gewesen, dann wäre es ein anderer Tox gewesen. Weil die Lektion, die diese Männer uns beibringen, offensichtlich gelernt werden will. Und du bist mittendrin – du lernst sie gerade.
Die Rucksack-Übung
Jetzt möchte ich dir eine kleine Übung anbieten. Sie ist vielleicht ein bisschen abgehoben, ich weiß. Aber probier sie doch einfach mal aus und lass dich überraschen!
Nimm dir all diese Kernsätze vor, die du dir jeden Tag im Kopf erzählst: „Hätte ich doch nur damals das oder jenes nicht gemacht.“ Schreib jeden dieser Sätze einzeln auf ein Blatt Papier und wickle es um einen Stein. Ruhig um einen richtig großen, je nachdem, wie schwer der Gedanke wiegt. Dann packst du all diese Steine in einen Rucksack, setzt ihn auf und gehst ein Stück damit. Spür bewusst diese Schwere, die da auf deinen Schultern lastet.
Und dann nimmst du den Rucksack ab und holst einen Stein nach dem anderen heraus. Du guckst dir den Satz an und legst ihn weg – mit den Worten: „Das ist nicht mein Stein. Das ist nicht mein Satz. Dieser Gedanke gehört gar nicht zu mir.“
Denn ganz oft stellst du dabei fest, dass diese Sätze nicht nur von deinem toxischen Ex stammen. Manche kommen von deinen Eltern oder von anderen Menschen aus deinem Umfeld. Und die brauchst du nicht, die belasten dich nur.
Also lass los. Lass es wirklich los.
Vielleicht bist du studierte Wissenschaftlerin und denkst gerade: „Was soll dieser Quatsch, Heidi?“ Ich kann dir auch nicht im Detail erklären, warum es so gut funktioniert – aber dein Unterbewusstsein reagiert nämlich extrem gut auf solche haptischen, echten Erlebnisse – auf dieses reale Weglegen mit dem Satz: „Das brauche ich nicht mehr.“
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Und dann füll die entstandene Leere mit neuen Sätzen
Wenn du den Rucksack leer geräumt hast, setz ihn ruhig noch einmal auf und sag dir bewusst: „Jetzt bin ich erleichtert.“ Und nun kommt das Beste: Da, wo vorher all diese alten Sätze im Hirn und im Herzen Raum eingenommen haben, ist jetzt Platz. Und dieser Platz darf gefüllt werden – mit Gedanken und Sätzen, die besser zu dir passen, die dir Mut machen und dir guttun.
Überleg dir, welche Sätze du stattdessen denken möchtest, z.B.
Ich bin eine starke Frau.
Ich schaffe das.
Ich bin eine gute Mutter für mein Kind.
Und ich stehe zu den Entscheidungen, die ich früher getroffen habe – denn ich habe immer aus bestem Wissen und Gewissen gehandelt.
Schreib dir deine Sätze auf kleine Zettel und häng sie überall dorthin, wo du täglich vorbeikommst: an den Spiegel, in die Küchenschränke, an die Wohnungstür.
Die neuen brauchen jetzt auch etwas Training. Und das täglich… Wenn du nämlich diesen Beitrag nur einmal liest und dann weiterrauschst, ist morgen alles wieder weg – weil die Konditionierung durch den Ex, durch die Eltern, durch dein Umfeld über so viele Jahre gewirkt hat. Also bleib da jetzt dran.
Zieh dich nicht zurück
Und wenn eins hoffentlich bei dir angekommen ist, dann dieses: Du stehst damit nicht allein da. Das Thema Schuld und Scham betrifft wirklich jede einzelne Mutter mit einem toxischen Ex-Partner. Jede. Und das Schlechteste, was du jetzt tun kannst, ist, dich zurückzuziehen. Das Beste ist, dich zu öffnen – ganz ohne Rechtfertigung – und dich einer Gruppe anzuschließen, der du überhaupt nichts erklären musst.
Und genau dafür gibt es den Club der mutigen Mütter. Hier musst du den Alltag mit dem toxischen Ex nicht mehr allein bestreiten: Du kannst dein aktuelles Problem ins monatliche Live-Coaching einbringen und dir zusätzlich Hilfe und Unterstützung von den anderen Club-Müttern holen. Du wirst von einer mutigen, geheimen Gemeinschaft außerhalb von Facebook begleitet, mit einer eigenen App. Und immer wieder höre ich dort denselben erleichterten Satz: „Oh mein Gott, dass es so vielen Frauen ähnlich geht wie mir – das beruhigt mich so, dass ich nicht die Einzige bin.„
Der Club ist für Frauen, die wirklich an sich arbeiten möchten. Wenn du also gerade gemerkt hast: „Ich will mich nicht länger isolieren“ – dann komm jetzt zu uns.
Und jetzt bist du dran
Wie ist das denn bei dir, meine Liebe? Kennst du diese Nächte, in denen die alten „Hätte ich doch nur“-Sätze dich nicht loslassen wollen? Oder hast du für dich schon einen Weg gefunden, diese Last abzulegen? Schreib unbedingt in die Kommentare und erzähl uns von deiner Erfahrung – und wenn dieser Beitrag dich berührt hat, dann teile ihn gerne mit einer Mutter, die ihn gerade genauso braucht. Danke dir von Herzen!
Mehr über mich
Ich bin Heidi Duda, Online-Coach und Autorin, und ich begleite seit 2017 Mamas, die sich mit einem toxischen Ex-Partner die Elternschaft teilen müssen. Meine Mission ist es, Mütter so zu stärken, dass sie auch starke Kinder großziehen können – dass sie vom Sturm zum Leuchtturm werden.
Folge mir auch auf YouTube und auf Instagram für noch mehr Hilfe und Unterstützung.
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