Warum viele Frauen nach der Trennung mehr leiden als davor

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Warum du dich nach der Trennung vom toxischen Ex noch schlechter fühlen kannst – und was wirklich dahintersteckt

Viele Mütter, die sich endlich von ihrem toxischen Ex-Partner getrennt haben, erleben eine bittere Überraschung: Anstatt der ersehnten Erleichterung und Freiheit schlägt erst einmal der emotionale Tsunami zu. Mehr Druck, mehr Angst, mehr Gedankenkarussell – und das, obwohl du doch endlich raus bist. Warum ist das so? Warum fühlt sich das Leben nach der Trennung manchmal sogar schlimmer an als davor? In diesem Artikel beleuchte ich, was da wirklich in dir passiert – und wie du Schritt für Schritt aus dem Schatten des Ex treten kannst, um in deine volle Kraft zu kommen. Denn der Weg in deine Selbstführung ist möglich – und er lohnt sich!

 

Warum du nach der Trennung (erst mal) nicht befreit bist

 

Lass mich zuerst einmal den Elefanten im Raum ansprechen, den Mütter mit einem toxischen Ex nach der Trennung oft vollkommen unerwartet trifft:

Der Tatsache, dass sie nach der Trennung nicht weniger Druck erleben, sondern zuerst einmal mehr.

Das kann Angst machen, vor allem, wenn du noch in der Beziehung bist und schon seit Jahren in deiner Entscheidung, ihn zu verlassen, prokrastinierst und du dir mit diesem Artikel vielleicht sogar deine Nicht-Entscheidung schönreden willst.

Nee du – den Gefallen mache ich dir nicht. Ich habe schließlich schon vor Jahren ein Buch dazu geschrieben, und dazu stehe ich nachwievor: „Zieh endlich aus!“ – und dieser Titel sagt schon alles.

Dein Gehirn wird immer Gründe finden, um in der „Komfortzone“ zu bleiben. Und ja – eine Komfortzone kann auch eine hochtoxische Beziehung sein, in der alles unterm Teppich gekehrt wird und du nicht du selbst sein darfst, ohne beschimpft oder verhöhnt zu werden! Denn das ist die Welt, die man bereits kennt – und alles andere „da draußen“ ist ja unbekannt, ergo für unser Hirn erst einmal eine Gefahr. Diese Komfortzone hat zwar einen Umfang in der Größe eines Hula-Hoop-Reifens, aber sie ist trotzdem real.

Also wenn du noch in der Beziehung bist, dann lies hier einfach nicht weiter und lies besser mein Buch, um zu einer Entscheidung zu kommen. Aber ich seh schon – je mehr ich dich davon abhalten möchte, umso neugieriger wirst du, oder?

Der toxische Ex ohne Maske – was sich nach der Trennung verändert

 

In diesem Artikel spreche ich jedenfalls explizit die Frauen an, die gerade frisch getrennt sind – vielleicht seit ca. einem Jahr – und sich bereits fragen, ob sie nicht besser hätten bei ihm bleiben sollen, denn der Elternalltag mit diesem Mann gestaltet sich von Tag zu Tag immer schwieriger.

Je nachdem, wie toxisch-narzisstisch dein Ex-Partner und Vater deines Kindes tickt, kann es sein, dass er in der Beziehung noch gemäßigt-gemein gewesen ist und nur subtil dich so konditioniert hat, dass dein Selbstwertgefühl langsam und unbemerkt über die Jahre erodiert ist – und nun, nach der Trennung, lässt er alle Masken dir gegenüber (nicht den anderen gegenüber!) fallen und zeigt sich noch kälter, noch unbarmherziger, noch egoistischer als je zuvor. Die Spielchen werden strategischer, und die Drohungen offener.

Wer kann es da nicht verstehen, wenn der Gedanke hochkommt: „Wäre ich bloß geblieben!“
Das ist nicht irrational, sondern du reagierst damit auf eine vollkommen reale Belastung.

Mit den nächsten Zeilen möchte ich dir Stück für Stück zeigen, was da gerade passiert – dass das vollkommen normal ist und du das durchstehen wirst. Hundertpro.

Spoiler vorweg: Die Alternative – nämlich wieder zu ihm zurückzukehren – ist nämlich gar keine. Es würde nur viel, viel, viel schlimmer für dich und dein Innerstes.

 

Warum du trotzdem an ihm hängst – der Trugschluss der Kontrolle

 

Ja, dein Gegner und dessen giftige Aktionen sind real – aber das ist nicht der wahre Grund, warum es sich gerade so überwältigend anfühlt.

In der Beziehung gab es ein destruktives Gleichgewicht. Er hat die Ansagen gemacht, du dich dagegen klein. Er hatte schlechte Laune, du hast diese über die Jahre perfekt antizipieren können. Er hat die Stimmung maßgeblich dominiert, und du hast alles dafür getan, um ihn zu beschwichtigen. Seine Energie hat den Raum gefüllt – und deine abgezogen.

Nach der Trennung entsteht ein Vakuum, denn du hast die Gefahr nicht mehr „unter Kontrolle“. (Hattest du zwar eh nie, da hast du dir jahrelang etwas vorgemacht, aber das ist ein sehr häufiger Trugschluss.)

Er ist nicht mehr in der Nähe – kein Gesichter- und Stimmungsraten mehr möglich.

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Das unsichtbare Band: Wenn der Fokus noch immer bei ihm liegt

 

„Was er wohl gerade macht? Was er gerade denkt? Was plant er gerade, um mir wieder einen mitzugeben?“

Du bist voll im Fokus auf ihn – genau wie früher. Nur mit weniger klaren Zeichen, die du so perfekt interpretieren gelernt hast.

Denn das, was früher und heute noch fehlt: Deine eigene, innere Führung.

Du hast dich damals untergeordnet.

Du machst das noch heute.

Du hast damals geschaut, dass er Ruhe gibt.

Du machst das noch heute.

Du hast ihm gegenüber unsägliche Kompromisse bis zum Gehtnichtmehr gemacht und dein Licht immer weiter gedimmt – all deine Talente, deine Wünsche, dein ganzes Sein immer mehr vergraben und unterdrückt.

Und das hat sich auch noch nicht geändert.

 

Warum deine eigene Führung der Schlüssel zur Veränderung ist

 

Also wie soll so die große Veränderung in deinem emotionalen Gefühlsleben passieren können – wenn sich dein Denken nachwievor um IHN dreht und nicht um dich?

Die anfänglich große Erleichterung über die eigene Wohnung – ein wirklich großer Schritt, der schon einmal eine Zentnerlast von den Schultern nimmt – flacht spätestens dann ab, wenn das Kind zum Umgang wechselt und man in der leeren Wohnung zum ersten Mal ohne Kind hockt.

Diese Situation – der Machtinhaber deiner Emotionen ist immer noch der Ex und nicht du selbst, und er kann immer noch nach Belieben dich an seinen Strippen tanzen lassen – macht es besonders schwer, mit der Trennung zurechtzukommen.

 

Die Illusion vom „früheren Ich“ – und warum du dich neu finden darfst

 

Vor der Trennung warst du angepasst, aber dein Fokus war klar: „Ich muss funktionieren, vermeiden, ausgleichen.“

Machst du damit nach der Trennung aber weiter, gehst du vor die Hunde: Weil du dich mit dieser Strategie jeden Tag selbst vergewaltigst.

Du ignorierst dich und deine Bedürfnisse und deine Werte.

Du lebst somit unauthentisch – nur noch als die Hülle einer Frau, die du vor der Beziehung mit dem Ex gewesen bist.

Klar ist es dann verständlich, wenn man dem narzisstischen Ex die komplette Schuld dafür in die Schuhe schiebt. „Schau, was du aus mir gemacht hast! Ich war früher eine lebenslustige, selbstbewusste Frau – und nun bin ich ein Häuflein Elend!“

Nee nee, meine Liebe. So ganz aus der Verantwortung entlasse ich dich nicht – vor allem dann nicht, wenn du den Schritt der Trennung vollzogen hast und nun eine neue Chance vor dir liegt:

Den Weg des Opfers einzunehmen und bitter und krank zu werden – oder den Weg der Eigenverantwortung und der inneren Selbstführung.

Und letzteres wird dir ermöglichen, ein um Längen besseres Leben zu führen als du es dir je hast vorstellen können.

Bist du schon Mitglied in meinem Club der mutigen Mütter?

Sei Teil einer exklusiven Gemeinschaft und lerne, die Wellen souverän zu nehmen, die der Ex immer wieder aufwirft. 

Deine beste Strategie nach der Trennung vom toxischen Ex

 

Eins sollte dir spätestens jetzt klar geworden sein: Zu kämpfen ohne inneren Halt, ohne Orientierung hilft dir nicht, sondern ganz im Gegenteil schwächt dich enorm.

Was nicht heißen darf, dass ANDERE dir diese Orientierung geben müssen – der nächste Berater in der Erziehungsberatungsstelle, der nächste Coach, die nächste Rechtsexpertin.

Die Orientierung, die du jetzt so dringend brauchst, kann und darf nur AUS DIR SELBST heraus entstehen.

Und das, meine Liebe, kann absolutes Neuland für dich sein, selbst wenn du früher eine „lebenslustige, selbstbewusste Frau“ gewesen bist, aber bei näherem Hinschauen feststellen musst, dass sich die Lebenslust und das Selbstbewusstsein lediglich darauf gefußt haben, dass dich andere Männer begehrten wegen deines Aussehens oder du einen super bezahlten, hochrangigen Job hattest. Fallen diese Kriterien weg wegen Alter, Gewicht und Sackgassen-Mutter-Teilzeitjob steht man dann da und hat nix mehr, woran man sich selbstbewusst festhalten könnte.

Wenn du da stehst, dann kann ich dir versichern: Es gibt einen Weg heraus, und Hunderte, Tausende von Müttern vor dir sind diesen Weg bereits gegangen und fühlen sich heute besser denn je!

 

Unterm Strich

 

Das heißt natürlich nicht, dass der toxische Ex damit weggezaubert wird. Schwierigkeiten, Hindernisse und auch hin und wieder ein emotionaler Rückfall gehören einfach dazu.

Aber du lernst, wie du damit umgehst, und wirst auf deinem ganz persönlichen, individuellen Weg immer souveräner und wirklich – diesmal in Echt – selbst-bewusst. Unabhängig von den Speckröllchen, den Falten, dem grauen Haar und auch dem Jobtitel.

Und das, meine Liebe, ist das eigentliche Ziel. Nicht, um es ihm zu zeigen – sondern dir selbst.

„Schau mal, was ich alles kann“ – in den Spiegel gesprochen, mit einem zwinkernden Auge und einem breiten Lächeln.

Möchtest du das nicht auch können?

Dann komm am besten gleich in den Club der mutigen Mütter und verliere keine Zeit mehr als nötig. Hier coache ich in der Gemeinschaft auf allen Ebenen hin zu genau dieser Haltung, damit Mütter, die wie du einen toxischen Ex haben, in ihre Selbstführung kommen.

Wie ist das denn bei dir, hmmm? Wo stehst du heute? Kommentiere gerne unter diesem Artikel und teile ihn mit anderen Müttern, die genau an dieser Stelle im Denken und Fühlen stehen. Somit kannst auch du dazu beitragen, das unsägliche Leid der Frauen und der Kinder zu beenden. Vielen lieben Dank!

Übrigens findest du passend zu diesem Artikel auch eine vertonte Fassung auf YouTube und als Podcast. Teilen und Kommentieren sind unbedingt erwünscht – Merci!

 

Mehr über mich

 

Ich bin Heidi Duda, Online-Coach und Autorin, und seit 2017 begleite ich Mütter, die mit einem toxischen Ex-Partner die Elternschaft stemmen müssen. Meine Mission ist es, Mütter zurück in ihre Stärke finden zu lassen – damit sie starke Kinder großziehen können.

Wenn du mehr Impulse und Unterstützung möchtest, folge mir gerne auf YouTube und Instagram.

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